Aus Berliner Quarantänebereich Meller DRK-Helfer sind gesund zurück

Der Schriftzug der Kliniken Berlin-Köpenick des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist auf einem Klinikgebäude zu sehen. Foto:dpaDer Schriftzug der Kliniken Berlin-Köpenick des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist auf einem Klinikgebäude zu sehen. Foto:dpa
Gregor Fischer

Melle/Berlin . Insgesamt 48 Helfer aus Niedersachsen waren seit dem 13. Februar in der DRK-Klinik Berlin Köpenick im Einsatz, um bei der Nachsorge der 20 China-Rückkehrer aus Wuhan zu unterstützen. Darunter befanden sich auch drei ehrenamtliche DRK-Männer aus Melle.

Jetzt ist die Quarantäne nach 14 Tagen für die Rückkehrer beendet worden, und auch die letzten Helfer sind wieder nach Hause zurückgekehrt. Während André Werner und Benjamin Cromm bereits vergangene Woche aus Berlin heimgehkehrt waren, kam jetzt auch Dominik Linge zurück. Er war von der Einsatzleitung in Berlin ausdrücklich gebeten worden, im Stab des Quarantänebereichs weiter zu unterstützen.  Seit 9. Februar war dieser Bereich in einem Nebengebäude auf dem Gelände der DRK-Klinik im Auftrag der Bundesregierung vom DRK eingerichtet worden.  

„Wir sind erleichtert, dass die Isolation aufgehoben und dass bei keinem der Rückkehrer ein Coronavirus nachgewiesen werden konnte“, erklärte Ralf Selbach als Vorstandsvorsitzender des DRK-Landesverbandes Niedersachsen. Er bedankte sich bei allen Helfern für ihren schnellen und professionellen Einsatz bei der Nachsorge der China-Rückkehrer. „Ganz besonders freut uns, dass sich auch bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel beim DRK für die Unterstützung durch unsere haupt- und ehrenamtlichen Kräfte bedankt hat“, sagte Selbach weiter.

In drei Schichten

Die zurückgekehrten niedersächsischen Helfer kommen neben Melle aus den DRK-Kreisverbänden Aurich, Braunschweig-Salzgitter, Bremervörde, Celle, Emden, Harburg Land, Lüchow-Dannenberg, Osterode, Uelzen, Wesermünde Wittlage und Wolfsburg.

Sie besitzen eine sanitäts- oder betreuungsdienstliche Ausbildung und wurden jeweils in drei Schichten für die Betreuung der Gäste im Quarantänebereich eingesetzt. Außerdem stellte der Landesverband Niedersachsen Führungskräfte für die Einsatzleitung vor Ort sowie Fachkräfte für die Dekontamination und Ausschleusung des Personals Quarantänebereich zur Verfügung.

Unter der Leitung des DRK-Generalsekretariats wurden bisher bereits 124 China-Rückkehrer in Germersheim in Rheinland-Pfalz betreut. Außerdem versorgt das DRK weitere 15 Rückkehrer in Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg.

Die Unterstützung der Bundesregierung und der Behörden entspreche der im DRK-Gesetz festgeschriebenen auxiliaren Rolle des Roten Kreuzes, sagte DRK-Generalsekretär Christian Reuter. Das DRK stehe der Bundesregierung bei der Betreuung von China-Rückkehrern auch weiterhin als Partner zur Verfügung. 


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