Eicken wagt keine Experimente Handball: HSG will nächsten Schritt zur Meisterschaft gehen

Eickens Michael Brack (am Ball) brennt gegen GMHütte darauf, die ein oder andere "Hütte" zu werfen. Archivfoto: Laura BeckmannEickens Michael Brack (am Ball) brennt gegen GMHütte darauf, die ein oder andere "Hütte" zu werfen. Archivfoto: Laura Beckmann
Laura Beckmann

Melle. Nach dem Eickener Remis in Bohmte ist der Titelkampf in der Handball-Landesliga spannender denn je. Am Wochenende empfängt die ESV den TV GMHütte zum nächsten Derby. In der Landesklasse gastiert Damme beim Primus HSG, der sich zuletzt nach der Derby-Niederlage eindrucksvoll zurückgemeldet hat. Die Eicken-Reserve ist spielfrei.

Wie viel der eine Punkt nach dem 28:28-Remis beim TV Bohmte wirklich wert ist, wird sich zum Saisonende zeigen. „Wichtig war für uns, dass wir den ersten Platz verteidigt haben“, ordnet ESV-Trainer Maik Rapczinski ein. Spitzenreiter Eicken hat jetzt ein Spiel und zwei Pluspunkte Vorsprung auf Verfolger Bissendorf II, in der bereinigten Tabelle wäre man also gleichauf. 

Sieben Partien stehen für die Grönegauer in der Landesliga noch aus, vier davon sind Heimspiele. „Wir haben gegenüber den Verfolgern nach wie vor eine gute Ausgangsposition. Denn unsere Konkurrenten haben auch noch schwere Spiele. Das gibt uns Sicherheit. Wir dürfen uns aber trotzdem keinen Ausrutscher erlauben“, mahnt der ESV-Coach.

Am Samstag (18 Uhr) gibt der Tabellenzehnte TV Georgsmarienhütte seine Visitenkarte im Grönegau ab. Der Aufsteiger hat sich nach anfänglichen Problemen etwas berappelt, ackert dennoch gegen den Abstieg. Eicken wird sich auf einen kampfstarken Gast einstellen, der für seine Mission Klassenerhalt gerne etwas aus Melle mitnehmen möchte. In der Vergangenheit hat sich die Spielvereinigung gegen GMHütte daheim wie auswärts schwergetan. Im Hinspiel im Oktober gab es jedoch einen deutlichen 29:20-Auswärtssieg. „Ich bin davon überzeugt, dass wir es dieses Mal auch daheim besser machen werden als in den Vorjahren.“

Für die verbleibenden Begegnungen dieser Saison gelte es mehr denn je, sich auf seine Kernkompetenzen zu besinnen und keine Experimente zu wagen. „Albert Brack ist einer der stärksten Spieler der Liga. Seine Stärke müssen wir genauso einsetzen wie unsere offensive Deckung und unser Tempospiel“, fordert Rapczinski.

HSG-Trainer Mike Bordihn erwartet viel von seinem Team. Foto: Arend Meyer zur Heide

Parallel empfängt die HSG Grönegau-Melle am Samstag (18 Uhr) in der Landesklasse den Tabellenneunten Rot-Weiß Damme. Die Vorzeichen sind eindeutig: Während die Tiger bisher alle ihre Heimspiele gewannen, warten die Gäste immer noch auf ihren ersten Sieg in der Fremde. Bislang reichte es nur zu zwei Unentschieden, unter anderem beim Lokalrivalen aus Eicken.

Neben den vielen Langzeitausfällen fehlen der HSG am Wochenende auch Lukas Möllersmann (Finger-OP) und Jan Möllers (Studium in Essen). Dafür stoßen Florian Platen und Ole Meyer im Kruge wieder zum Team. Ein Fragezeichen steht noch hinter den Einsätzen von Conni Spence, Jannik Lampen (Fußverletzung) und Christian Maaß (Rückkehr aus dem Urlaub).

„Wir wollen da weitermachen, wo wir am vergangenen Wochenende beim 37:21 gegen Bad Iburg aufgehört haben. Gegen Damme haben wir in dieser Saison noch nicht gespielt, die Hinrundenpartie wurde auf Wunsch der Gäste auf diesen Termin verlegt“, so HSG-Coach Marco Lietmann. Über die Gäste wissen die HSG-Verantwortlichen nur wenig. Sie haben keine überragenden Einzelspieler und kommen eher über ihre mannschaftliche Geschlossenheit. Im Vorjahr war es ein sehr körperbetontes Spiel, von daher wird es für die HSG wichtig sein, entsprechend dagegen zu halten.

„Trotz unseres dezimierten Kaders bin ich aufgrund unserer Heimstärke davon überzeugt, dass wir am Wochenende den nächsten Schritt zur Meisterschaft gehen können“, äußert HSG-Trainer Mike Bordihn klare Erwartungen an seine Mannschaft.


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