Jetzt geht's zum Landeswettbewerb Jugend forscht: Gymnasium Melle holt zwei erste Plätze

Das Gymnasium Melle war beim "Jugend forscht"-Regionalentscheid in Diepholz unter anderen durch Ben Schütte (links) und Finn Miks vertreten. Foto: Kerstin FiebergDas Gymnasium Melle war beim "Jugend forscht"-Regionalentscheid in Diepholz unter anderen durch Ben Schütte (links) und Finn Miks vertreten. Foto: Kerstin Fieberg
Kerstin Fieberg

Melle. Auch in diesem Jahr war das Gymnasium Melle wieder beim größten europäischen Jugendwettbewerb "Jugend forscht" vertreten. Zwei Gruppen traten an und wurden jeweils mit dem ersten Platz belohnt. Sie vertreten das Gymnasium damit beim Landeswettbewerb.

In der Alterssparte „Schüler experimentieren“, in der Schüler ab der vierten Klasse bis 14 Jahre antreten, präsentierten Jacob Weber, Cairo Vesper und Nick Wenke in Physik ihr Projekt „Tragen Steingärten zur Klimaerwärmung bei?“ Mit Unterstützung ihrer Betreuerin Svea Severin untersuchten die drei Schüler aus den Jahrgängen sieben und acht experimentell die Wärmekapazität von Gartenboden, Rindenmulch, grünen Blättern sowie verschiedenen Steinsorten aus Steingärten. 

Sie fanden heraus, dass alle Steinsorten im Vergleich zu den anderen Naturmaterialien die geringste Wärmekapazität aufweisen und damit die von der Sonne aufgenommene Wärmeenergie auch schneller wieder an die Umgebung abgeben. Durch die damit einhergehende stärkere Erwärmung der Luft, leisten Steingärten demnach tatsächlich einen Beitrag zur Klimaerwärmung. Der Jury gefielen die gründliche naturwissenschaftliche Bearbeitung sowie die überzeugende Präsentation, sodass den Schülern der erste  Preis zuerkannt wurde . Sie dürfen ihr Projekt nochmals beim Landeswettbewerb in Oldenburg vom 12. bis 14. März vorstellen.

Foto: Kerstin Fieberg

„Mikroplastik im Klärwasser?! – Wir decken auf!“ hatten Ben Schütte und Finn Miks ihr Projekt in Zusammenarbeit mit der Universität Osnabrück und dem Klärwerk der Stadt Melle überschrieben. Mit Unterstützung ihrer Betreuerin Kerstin Fieberg entwickelten die Neuntklässler zunächst eine eigene Methode, mit der sie dann Abwässer aus verschiedenen Reinigungsstufen des Klärwerks untersuchten. Sie fanden zum einen heraus, dass der Anteil des Mikroplastiks im Zulauf deutlich höher ist als der im Ablauf. Überhaupt fanden die jungen Forscher im Ablauf nur sehr wenig Mikroplastik, weshalb sie von einer sehr geringen Belastung der Else durch Abwässer ausgehen. In weiteren Untersuchungen möchten die beiden herausfinden, wo genau das Mikroplastik im Klärwerk bleibt. 

In der Alterssparte „Jugend forscht“ für Schüler zwischen 15 und 21 Jahren, überzeugte das Duo die Jury mit ihrer Präsentation im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften und erhielt für die genaue wissenschaftliche Bearbeitung den ersten Preis sowie einen Sonderpreise, ein Jahresabonnement für eine wissenschaftliche Zeitschrift. 

Der Landeswettbewerb findet für die beiden naturwissenschaftlichen Talente vom 23. bis 25. März in Clausthal-Zellerfeld statt.


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