Mehrere Gottesdienste im Grönegau am 6. März Meller Frauen gestalten den Weltgebetstag mit

Geballte Frauenpower: Das Vorbereitungsteam für den Weltgebetstag aus Zimbabwe. Foto: World Day of Prayer International Comitee.Geballte Frauenpower: Das Vorbereitungsteam für den Weltgebetstag aus Zimbabwe. Foto: World Day of Prayer International Comitee.
World Day of Prayer International Comitee

Melle. "Steh auf und geh!" Unter diesem Leitwort steht am Freitag, 6. März, der Weltgebetstag der Frauen. Vorbereitet wurde er in diesem Jahr von Frauen aller Konfessionen aus Zimbabwe. Gottesdienste zum Weltgebetstag finden auch in mehreren Kirchengemeinden in Melle statt.

In den Meller Kirchengemeinden haben die Vorbereitungen für die Weltgebetstagsgottesdienste am 6. März begonnen. Folgende Termine sind vorgesehen: Um 19 Uhr in St. Lukas in Bennien für die Gemeinden St. Antonius Hoyel, St. Johann Riemsloh und St. Lukas Bennien, um 19:30 Uhr in St. Anna in Schiplage/St. Annen für die Gemeinden St. Christophorus in Neuenkirchen und St. Anna in St. Annen, um 17 Uhr im Canisiusheim in Wellingholzhausen, um 17 Uhr in St. Matthäus und im Albert-Schweitzer-Haus in Westerhausen. Am Sonntag, 8. März, findet um 10 Uhr ebenfalls ein Gottesdienst im Albert-Schweitzer-Haus in Westerhausen statt, außerdem um 10 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Buer am Heckengang.

Gemütliches Beisammensein

Die Vorbereitungsteams aller Gemeinden laden alle interessierten Frauen und auch Männer zu den Gottesdiensten ein. In den Gemeinden sind im Anschluss an die Gottesdienste gemütliche Beisammenseins mit Tee, Kaffee, Gebäck oder auch landestypischen Speisen geplant. 

Einen weiterführenden Bildvortrag mit landestypischem Imbiss gibt es am Mittwoch, 11. März, um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Buer. Referentin Renate Schröder hat Simbabwe besucht und berichtet von ihren Eindrücken und Erfahrungen.

Der Weltgebetstagsgottesdienst wurde in diesem Jahr von Frauen aus Zimbabwe vorbereitet. Vom internationalen Weltgebetstagskomitee wurde ihnen die Bibelstelle Johannes 5,2 bis 9a zugeteilt. Anhand dieser Bibelstelle betrachteten die zimbawischen Frauen ihr Leben. 

Katastrophale Lage

 Ihre wirtschaftliche und politische Lage ist katastrophal. Es gibt kaum Industrie, die reichen Bodenschätze werden von anderen Nationen wie China abgebaut und außer Landes gebracht. Lediglich der Tourismus gibt den Menschen in den Nationalparks geringe Verdienstmöglichkeiten. 

Die politische Lage unter Robert Mugabe war brutal. Über 20.000 Anhänger der afrikanische Volksunion von Simbabwe, ZAPU, verloren ihr Leben, weil Mugabe, der der afrikanischen Nationalunion ZANU angehörte, ihnen misstraute und um seine Macht fürchtete. Gleichzeitig waren die weißen Farmer sein Feindbild. Sie wurden enteignet und verließen in Scharen das Land. 

Korruption regiert das Land

Auch nach dem Militärputsch 2017, nach dem Emmerson Mnangagwa zum Präsidenten gewählt wurde, wurde die politische Lage nicht besser. Es blieb alles wie es war, die Korruption regiert weiter das Land und die Wirtschaft liegt danieder. Die einstige Kornkammer Afrikas muss Lebensmittel einführen.

Willst du dich befreien aus einem mindestens 16 Stunden Arbeitstag, aus politischen und auch familiären Abhängigkeiten? Das sind die Fragen, die die zimbabwischen Frauen für sich aus dem Evangelium herleiten und die beim Weltgebetstag in den Fokus rücken.


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