SV Eicken vor Pflichtaufgabe Handball: Eicken II und HSG Melle fiebern Derby entgegen

Gibt es für den souveränen Tabellenführer HSG auch nach dem Derby gegen Eicken II Grund zu feiern? Foto: Rolf DieckhönerGibt es für den souveränen Tabellenführer HSG auch nach dem Derby gegen Eicken II Grund zu feiern? Foto: Rolf Dieckhöner

Melle. Die Eickener Landesligahandballer stehen gegen Tura Marienhafe am Samstag (18 Uhr) daheim vor einer Pflichtaufgabe und erhalten Unterstützung von einem Gesmolder Fußballer. Derweil fiebern die Anhänger im Grönegau dem Landesklassenderby zwischen Eicken II und der HSG entgegen.

Seit dem jüngsten 28:24 gegen Wilhelmshaven ist Eicken wieder in der Erfolgsspur. „Wir waren noch etwas verunsichert, die zwei vorherigen Niederlagen steckten uns in den Knochen“, blickt ESV-Trainer Maik Rapczinski zurück. Doch auch wenn der Sieg etwas unrund zustande kam: Am Ende zählen die zwei zusätzlichen Punkte auf dem Konto. Eicken ist weiter Tabellenführer vor Bissendorf, das drei Punkte zurückliegt, aber noch ein Spiel in der Hinterhand hat.  

Der Dritte Schüttorf verlor voriges Wochenende überraschend mit 24:25 beim aktuellen ESV-Gegner und Tabellenvorletzten Marienhafe. Zuvor hatte auch Bissendorf schon in Marienhafe verloren. Und das ist Warnung genug für Rapczinski, dessen Team das Hinspiel allerdings deutlich mit 36:22 gewonnen hatte. „Marienhafe hat ein junges, unerfahrenes Team, das sich jetzt gefunden zu haben scheint. Für uns wird es sicherlich nicht so leicht wie im Hinspiel.“ Es gelte, die Spiellaune der gegnerischen Youngster mit einer „guten Präsenz“ gar nicht erst zur Entfaltung kommen zu lassen.

Vierkampf um die Spitze

Ein Heimsieg ist Pflicht, um die Spitze zu verteidigen. Um den Aufstieg ist ein Vierkampf zwischen Eicken (26:8 Punkte), Bissendorf II (23:9), Schüttorf (22:12) und Nordhorn II (20:10) entbrannt. Und wie das jüngste Schüttorf-Beispiel in Marienhafe zeigt, ist niemand davor geschützt, sicher geglaubte Punkte doch noch liegen zu lassen – auch die Eickener nicht. Umso mehr gilt es für den Primus, bei den vermeintlich leichten Aufgaben Mentalität zu zeigen.

Das bewährte Gespräch mit beiden Trainern nach Abpfiff der Partie im Eickener Vereinsraum führt übrigens ein Fußballer: Benjamin Hettwer, Trainer der Bezirksliga-Männer von Viktoria Gesmold, ist gelegentlich Zuschauer in Eicken und war als Moderator schon einmal bei der Trainerkonferenz eingesprungen, als die üblichen ESV-Engagierten nicht zur Verfügung standen. Es bestehen enge Verbindungen zwischen den ESV-Handballern und den Viktoria-Fußballern. Gelegentlich trainiert man zusammen – sportartenübergreifend.

Mario Hagemann läuft im Derby für Eicken II auf. Foto: Beckmann

Bestens bekannt sind sich auch die Spieler der Eicken-Reserve und der HSG Grönegau-Melle, die am Sonntag (17 Uhr) im Landesklassen-Derby aufeinandertreffen. Die erstplatzierten Tiger gehen als klarer Favorit ins Duell mit dem Drittletzten. Man weiß bei der HSG aber auch um die Stärken der Eickener in deren Halle und mit eventueller Unterstützung aus der ersten Mannschaft. Insbesondere mit Jan-Philipp Röper und Mario Hagemann verfügt die Spielvereinigung über zwei erfahrene und abschlussstarke Spieler.

„Aber auch wir werden am Wochenende eine gute Mannschaft ins Rennen schicken und freuen uns auf eine volle und emotionale Halle sowie ein spannendes und faires Derby“, sagt Mike Bordihn. Neben Felix Bock und Finn Ronning muss der HSG-Trainer allerdings auch auf die Urlauber Christian Maaß und Conni Spence verzichten. Voraussichtlich ebenfalls nicht dabei sind die angeschlagenen Jannik Lampen und Ole Meyer im Kruge. „Wir werden bei beiden kein Risiko eingehen, auch wenn sie natürlich heiß sind auf das Derby. Aber die Saison ist noch lang“, äußert sich Bordihn zum aktuellen Personalstand.

Sein Gegenüber Christian Bergmann sieht sein Team als klaren Außenseiter: „Das Spiel gegen Melle ist für uns ein Bonusspiel und es gilt, positive Dinge daraus mitzunehmen. Unser Fokus liegt weiterhin auf den Duellen mit direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib.“ Das erste ESV-Männerteam wird die Zuschauer am Sonntagabend im Vereinsraum mit kühlen Getränken und Snacks erwarten.


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