Wegweisendes Gipfeltreffen Handball: Eicken gastiert zum Topspiel in Bissendorf

Eickens Albert Brack (am Ball) ist passend zum Spitzenspiel gegen Bissendorf wieder dabei. Archivfoto: Laura BeckmannEickens Albert Brack (am Ball) ist passend zum Spitzenspiel gegen Bissendorf wieder dabei. Archivfoto: Laura Beckmann
Laura Beckmann

Melle. Mehr Emotion und sportliche Bedeutung geht kaum: Am Samstag (19 Uhr) gastieren die erstplatzierten Eickener Landesligahandballer zum absoluten Spitzenspiel beim Tabellenzweiten TV Bissendorf-Holte II. Bissendorf war lange Jahre die sportliche Heimat für ESV-Trainer Maik Rapczinski, der gerade seinen Abschied in Eicken zum Saisonende angekündigt hat. Die Grönegauer Landesklassen-Teams sind derweil spielfrei.

Die überraschende 24:25-Niederlage gegen Nordhorn jüngst ist aufgearbeitet. Nach gutem ESV-Start inklusive Führung hatte der Gast aufgeschlossen und sich mit ein paar Toren abgesetzt. Die ESV fand keine Lösung gegen unbeschwert aufspielende Nordhorner. In der zweiten Halbzeit sei man aus dem Loch einfach nicht mehr rausgekommen, so Rapczinski.  

„Wir haben immer gesagt, dass wir in dieser Saison auch noch verlieren werden. So, wie die Niederlage gegen Nordhorn zustande gekommen ist, ist es allerdings blöd gelaufen, zumal wir einen Strafwurf 25 Sekunden vor Abpfiff vergeben haben. Die Spieler waren natürlich enttäuscht. Doch wir haken die Partie ab und schauen optimistisch nach vorne. Wir sind weiterhin Erster und wollen das auch bleiben.“

ESV im Kampfmodus

So eine Pleite schärfe ja auch die Sinne – insofern kam sie vielleicht zur rechten Zeit. „Unsere Spieler gehen jetzt in den Kampfmodus.“ Der Partie in Bissendorf schreibt der ESV-Coach, der den Verein wie sein Co-Trainer Dominic Müller zum Saisonende verlassen wird, richtungweisenden Charakter zu. „Wenn wir gewinnen sollten, positionieren wir uns eindeutig. Dann gibt es kein Zurück mehr“, bewertet der Verantwortliche die Lage beim Thema Aufstiegskampf. Eicken hat aktuell drei Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Bissendorf.

Derbys gegen Bissendorf haben immer eine eigene Dynamik und eine besondere Brisanz – wegen der handballerischen Bedeutung beider Vereine und auch wegen der vielen Querverbindungen. So war neben Rapczinski auch ESV-Torwart Andreas Fischer lange in Bissendorf aktiv. Die Eickener kennen den Gegner sehr gut. Der ESV-Übungsleiter hat Hauke Rehme-Schlüter und Sebastian Nüße, die beiden Hauptprotagonisten der Bissendorf-Reserve, selber trainiert. Im Vorjahr holten die Grönegauer in Bissendorf ein Remis und gewannen daheim.

„Es geht um nicht weniger als Platz eins. Wir freuen uns auf die Begegnung. Aber eine Niederlage wäre auch kein Drama“, betont Rapczinski vor seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.


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