Im Stadtteil Gesmold Gewerbeschau in Melle in trockenen Tüchern

Als Ortsbürgermeister  Michael Weßler (links) Rückschau und Ausblick hielt, hörten alle Teilnehmer des Neujahrsempfangs aufmerksam zu. Foto: Stadtverwaltung MelleAls Ortsbürgermeister Michael Weßler (links) Rückschau und Ausblick hielt, hörten alle Teilnehmer des Neujahrsempfangs aufmerksam zu. Foto: Stadtverwaltung Melle

Gesmold . Melles Bürgermeister Reinhard Scholz hat das Ehrenamt als „wichtigen Motor unserer Gesellschaft“ bezeichnet. „Durch bürgerschaftliches Engagement war es auch im vergangenen Jahr im Stadtteill Gesmold möglich, eine Menge auf die Beine zu stellen“, sagte der Verwaltungschef während des traditionellen Neujahrsempfangs.

Dazu hatte der der Ortsrat Gesmold Vertreter aus Politik, Verwaltung, Kirche, Wirtschaft und dem Vereinswesen in das Hotel Wortmann-Klockenbrink eingeladen. Die Anwesenheit von rund 80 Gästenwertete Scholz als den besten Beweis dafür, „wie aktiv das Dorf ist“.

In einer kurzen Rückschau erinnerte der Redner daran, dass das vergangene Jahr in Gesmold von insgesamt vier Vereinsjubiläen geprägt gewesen sei: So hätten der Sportverein Viktoria Gesmold, die Kolpingfamilie Gesmold und die Katholische Frauengemeinschaft Gesmold (kfd) ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert, während der Männergesangverein Gesmold seine 150-Jahr-Feier begangen habe. Im Ramen der damit verbundenen Feierlichkeiten sei eines deutlich geworden: „Das Ehrenamt ist eine wichtige Säule unserer dörflichen Gemeinschaft.“

Auch sonst, so Reinhard Scholz weiter, sei Gesmold gut aufgestellt. Als Beispiel annte der Bürgermeister die Ausweisung zweier neuer Baugebiete. Der damit verbundene Zuzug junger Familien werde sich zum einen positiv auf den Erhalt der örtlichen Kindergärten und der Schule, zum anderen aber auch positiv auf die heimische Wirtschaft auswirken, die auf der Suche nach weiteren Fachkräften sei.

Es tut sich eine Menge

Dass sich darüber hinaus eine Menge in Gesmold tut, daran ließ der Redner keinen Zweifel. So werde – um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden – im ehemaligen Kindergarten „Schwalbennest“ in eine Kinderkrippe eingerichtet. Und der Neubau des Feuerwehrhauses auf dem Grundstück der inzwischen abgebrochenen Traditionsgaststätte Seling befinde sich schon in Vorbereitung.

Ortsbürgermeister Michael Weßler, der die Teilnehmer des Neujahrsempfangs im Namen des Ortsrates willkommen hieß, war erfreut, dass sich unter den Gästen auch etliche Unternehmer befanden. „Die ortsansässigen Unternehmen sind ein fester Bestandteil unserer Gemeinde. Gerade sie haben einen erheblichen Anteil an der Entwicklung unseres Stadtteils“, stellte der Politiker anerkennend fest. Und da es zwischen Vereinen, Verbänden und Unternehmen sehr viele Berührungspunkte gebe, biete der Empfang eine hervorragende Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

24 Betriebe sind dabei 

Die heimische Wirtschaft werde in diesem Jahr ganz besonders in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, erläuterte Weßler. Er bezog sich damit auf eine große Gewerbeschau, die am Sonntag dem 7. Juni unter Beteiligung von 24 Betrieben im Gewerbepark Gesmold stattfinden wird. „An diesem Tag werden die Firmen ihre Tore öffnen, um ihre Leistungsfähigkeit zu präsentieren – verbunden mit einem attraktiven Rahmenprogramm“, berichtete der Ortsbürgermeister. „Jetzt hoffen wir auf zahlreiche Besucher.“

In seiner Rückschau auf das vergangene Jahr ging auch Michael Weßler auf die vier Vereinsjubiläen ein. „Alle damit verbundenen Veranstaltungen zeigten, dass in unserer Gemeinde ein guter Zusammenhalt zwischen den Vereinen und Verbänden besteht.“ Außerdem habe es im Berichtszeitraum eine Vielzahl an weiteren Aktivitäten in Gesmold gegeben. Anlass genug für den Ortsbürgermeister, allen Akteure zu danken, „die an dieser Vielfalt mitwirkten und unsere Gemeinde mit Leben erfüllten“. Stellvertretend für die vielen Mitstreiter hob Weßler das Engagement von Guido Sutmöller hervor, der sich sehr stark für den Erhalt der Werbeanlage an der ehemaligen Volksbank eingesetzt habe.

Internet wird schneller

In seinem Rückblick versäumte es der Ortsbürgermeister nicht, auf das sogenannte „Schnelle Internet“ einzugehen: „Der Breitbandausbau im ländlichen Raum – speziell bei uns in Dratum-Ausbergen – wurde weiter forciert. Inzwischen hat die Verdrahtung stattgefunden. Jetzt werden noch letzte Arbeiten durchgeführt, so dass wir bald mit der Inbetriebnahme rechnen können.“

Als positiv wertete Michael Weßler die Tatsache, dass „die Entwicklung von Bauland ins Rollen“ komme. Mit den neuen Baugebieten „Im Wieven“ und „Auf der Plecke“ sei es möglich, potenziellen Häuslebauern ein Angebot zu unterbreiten. „Wir hoffen, dass ab 2021 gebaut werden kann“, äußerte sich der Redner. Zudem rücke der Neubau des Feuerwehrhauses näher. Es werde – wenn alles klappt – im Jahre 2021 fertiggestellt.

Im Namen der Pfarreiengemeinschaft Wellingholzhausen / Gesmold sagte Pater Dominik Kitta: „Die neue Mannschaft – das Seelsorgeteam – hat Tritt gefasst. Und im Großen und Ganzen läuft es“, machte er deutlich. Auch er lobte das gute Miteinander in Gesmold: „Es ist wunderbar, die enge Ortsgemeinschaft zu erleben.“ 


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