Kiwanis Club unterstützt Projekt Mit Meller Kindern über den Tod reden

Kooperieren: (von links) Elisabeth Sternberg (Hospiz-Initiative), Beate Reifenberger und Simone Westhoff (beide  Kiwanis) sowie Carl Martin Becker (Hospiz-Initiative). Foto: Kiwanis Club MelleKooperieren: (von links) Elisabeth Sternberg (Hospiz-Initiative), Beate Reifenberger und Simone Westhoff (beide Kiwanis) sowie Carl Martin Becker (Hospiz-Initiative). Foto: Kiwanis Club Melle

Melle. Soll man mit Kindern über den Tod reden? Diese Frage beantwortet die Meller Hospiz-Initiative mit einem eindeutigen „Ja“ und setzt das Tabuthema mit dem Projekt „Hospiz macht Schule“ auf den Stundenplan. das unterstützt wiederum der Meller Kiwanis Club.

Kiwanis-Clubmaster Beate Reifenberger, die auf das Projekt aufmerksam wurde, hatte die Vorsitzende der Hospiz-Initiative, Elisabeth Sternberg und ihren Stellvertreter Carl Martin Becker eingeladen, um dem Kiwanis Club das neue Projekt vorzustellen. Schnell waren sich die Clubmitglieder einig, dass dieses Projekt nicht nur wegen des Schwerpunktes Kinder finanziell unterstützt werden soll. Sondern auch deshalb, weil es durch seine pädagogisch aufbereitete Vorgehensweise in der Lage ist, ein schwieriges Thema kindgerecht umzusetzen.  Ziel des Projektes ist, Kinder mit dem Thema Tod und Sterben nicht allein zu lassen.

Das inhaltliche Konzept von „Hospiz macht Schule“ wurde durch eine elfköpfige Arbeitsgruppe in Form eines Grundcurriculums erarbeitet. Dafür sind auch Gelder des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingeflossen.

„Hospiz macht Schule“ richtet sich an Grundschüler der dritten und vierten Klasse. Eigens in der Bundes-Hospiz-Akademie ausgebildete Mitarbeiter arbeiten mit den Grundschulen zusammen. In Melle wird das Projekt erstmalig im Juni an der Freien Waldorfschule durchgeführt.

Im Rahmen einer Projektwoche wird jeden Tag ein Schwerpunkt zum Thema Tod behandelt, mit dem Ziel, Kindern ihre Ängste zu Sterben, Trauer und Verlust zu nehmen, diese zu mindern beziehungsweise erst gar nicht entstehen zu lassen. Dabei werden den Kindern Themen und Aufgabenstellungen sach- und altersgemäß mit Geschichten, Bilderbüchern und Filmausschnitten nahegebracht. In Kleingruppen entstehen Collagen; Fantasiereisen, Pantomime, Meditation und Musik ergänzen die Arbeit. Die Ergebnisse werden den Eltern am letzten Tag im Rahmen eines Abschlussfestes präsentiert. „Hospiz macht Schule“ fördert zudem Gespräche zwischen Schülern, Lehrern und Eltern während der Projektwoche.

Der Kiwanis Club, der vom Ansatz der Meller Hospiz-Initiative, Berührungsängste bei Kindern zum Thema Tod abzubauen, überzeugt ist, unterstützt das Projekt finanziell. Bereits auf dem Meller Weihnachtsmarkt wurden dafür Gelder eingeworben, so dass die Grundausstattung finanziert werden kann.

Um auch anderen interessierten Grundschulen in Melle dieses Angebot machen zu können, wird der Kiwanis Club noch ein öffentliches Wohnzimmerkonzert mit einem namhaften deutschen Künstler in Melle anbieten. Clubmitglied Simone Westhoff hat bereits Kontakt aufgenommen.

Die Konzerteinnahmen sind für Projektmaterialien und die Ausbildung weiterer Projektmitarbeiter für „Hospiz macht Schule“ vorgesehen.


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