Die Tiefe der russischen Seele Maxim Kowalew Don Kosaken gastieren in Bad Rothenfelde

Singend beten und betend singen – so verstehen die Kowalew Don Kosaken ihre Chormusik. Foto: Miriam ExnerSingend beten und betend singen – so verstehen die Kowalew Don Kosaken ihre Chormusik. Foto: Miriam Exner

Bad Rothenfelde. Die Maxim Kowalew Don Kosaken gastieren am Montag, 23. Dezember, in Bad Rothenfelde ab 19 Uhr in der Christus Kirche.

Der Maxim Kowalew Don Kosaken Chor gastiert am Montag, 23. Dezember, in Bad Rothenfelde. Er wird ab 19 Uhr in der Jesus Christus Kirche an der Müsterschen Straße russisch-orthodoxe Kirchengesänge, ukrainische und deutsche Adventslieder, einige Volksweisen und Balladen zu Gehör bringen.

Anknüpfend an die Tradition der großen alten Kosaken-Chöre zeichnet sich der Chor durch Disziplin aus, die er dem musikalischen Gesamtleiter Maxim Kowalew zu verdanken hat. Es geht ihm darum, singend zu beten und betend zu singen.

Chorgesang und Soli werden im Wechsel dargeboten über die Tiefe der Bässe, den tragender Chor und Bariton bis zu den Spitzen der Tenöre. So ensteht der Gesang aus den Tiefen der russischen Seele. Auch zum neuen Programm zählen Wunschtitel wie „Abendglocken“, „Suliko“ und „Marusja“.

 Der in Danzig geborene Diplomsänger Maxim Kowalew konnte sich schon im Elternhaus der Musik kaum entziehen. Bereits im frühen Alter von sechs Jahren begann er an einer staatlichen Musikschule Geigenunterricht zu nehmen.

Sein Vater war Pianist und Klavierlehrer, seine Mutter Gesangslehrerin. Dadurch, daß sein Vater russischer Abstammung ist, wurde sein Interesse an der Kultur jenes großen Landes im Osten früh

geweckt. Maxim Kowalews Mutter ist gebürtige Deutsche. Sie gab Ihm den Blick aus Westen mit auf den Weg.

Noch bevor er das professionelle Singen erlernte, bestaunte er als Kind die Erzählungen, Lieder und märchenhaften Geschichten der Völker des Ostens, besonders der Kosaken, welche ihn für sein weiteres Leben prägten. Damit stand für Maxim Kowalew schon früh fest, daß auch er Musik studieren und eine klassische Gesangsausbildung absolvieren würde.

So begann er sein Gesangsstudium an einer der berühmtesten Musikhochschulen im Osten. Mit dem Magistertitel beendete er sein Studium an der Musikhochschule in Danzig. Dort erwarb er den akademischen Grad „Magister der Kunst“. Es dauerte nicht lange, bis er eine Vielzahl von Opernengagements erhielt und seine Popularität steil anstieg. Seine Karrierelaufbahn setzte er kurz danach in verschiedenen Chören und Volksmusikensembles fort.

Ab 1983, nach dem Diplom und diversen Opernengagements, sang er in West-Europa, den USA und Israel. Er sang unter anderem im Ural- und Wolga Kosaken Chor. Er bereiste russisch-orthodoxe Klöster, um seine Kenntnisse im Bereich der östlichen Chormusik zu perfektionieren, und vertiefte sein Wissen im Unterricht des berühmten Dirigenten und Theologen Georg Szurbak in Warschau. Als großes Vorbild fungierte immer der berühmte Dirigent des Don Kosaken Chores Sergej Jaroff.

Erst nach seinen vielen internationalen Erfahrungen tat er 1994 den wohl entscheidendsten Schritt seines künstlerischen Lebens und sang in einem Chor, aus welchem sich später die Maxim Kowalew Don Kosaken herauskristallisierten. pm/nw


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