Polizei berät auf Weihnachtsmarkt Angeschwipste auch in Melle als leichte Beute

Zeigten Flagge und berieten Besucher des Weihnachtsmarktes in Sicherheitsfragen:  Julian Böke, Christian Sommer und Julian Dierig (von links). Foto: Christoph FrankenZeigten Flagge und berieten Besucher des Weihnachtsmarktes in Sicherheitsfragen: Julian Böke, Christian Sommer und Julian Dierig (von links). Foto: Christoph Franken

Melle . Unübersehbar in ihren gelben Uniformjacken zeigten drei Polizeibeamte auf dem Weihnachtsmarkt in Melle Präsenz. Ihr Ziel: Mit Besuchern ins Gespräch kommen, um sie auf mögliche Autoaufbrüche und Taschendiebstähle aufmerksam zu machen.

Julian Böke (26) und Julian Dierig (23) sind Polizeikommissar-Anwärter, die während ihres Studiums an Polizeihochschulen ein dreimonatiges Praktikum im Kriminalermittlungsdienst beim Polizeikommissariat Melle absolvieren. Auf dem Weihnachtsmarkt-Infostand wurden sie unterstützt von Christian Sommer (48), dem Präventionssachbearbeiter des Kommissariats.

Böke und Dierig waren bei ihren Streifengängen in der City gleich mehrfach auf unverschlossene Privatwagen und Auslieferungsfahrzeuge aufmerksam geworden. Leichte Beute für Langfinger. „Da kam uns die Idee, die Meller Bevölkerung für die Gefahren zu sensibiliiseren“, berichtete Böke. Da bei Großveranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt leider auch noch das Thema Taschendiebstähle dazu kommt, bauten sie ihren Stand direkt neben dem Rathaus auf. „So können wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, erklärte Dierig.

"Reißverschlüsse zuziehen"

Autofahrern rieten sie, die Wagen auch bei nur kurzzeitigem Verlassen immer zu verschließen und natürlich keine Wertsachen im Auto zu lassen. Gegen Taschendiebstähle empfehle es sich, Handtaschen zu verschließen und dicht am Körper zu tragen. Männer sollten ihre Geldbörsen nicht in der Gesäßtasche lassen, sondern in die vorderen Hosentaschen stecken. „Grundsätzlich immer so nah wie möglich am Körper“, sagte Sommer. Und: Alle Taschen schließen und Reißverschlüsse zuziehen.  

Häufig würden Diebe ihre Opfer ablenken, indem sie beispielsweise nach dem Weg fragen. „Aber auch vom Glühwein angeschwipste Menschen werden leichter bestohlen“, warnte Dierig.


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