Viktoria schlägt Dodesheide 3:1 Bezirksliga: Aufsteiger Gesmold überwintert auf Platz sechs

Von Sven Schüer

Durchsetzungsstark: Nils Grothaus (in Lila) und Viktoria Gesmold waren dem SSC Dodesheide in allen Belangen überlegen. Foto: Sven SchüerDurchsetzungsstark: Nils Grothaus (in Lila) und Viktoria Gesmold waren dem SSC Dodesheide in allen Belangen überlegen. Foto: Sven Schüer

Gesmold. Fußball-Bezirksligist Viktoria Gesmold geht mit einem positiven Gefühl in die wohlverdiente Winterpause. Beim 3:1-Heimsieg gegen den SSC Dodesheide präsentierte sich der vor allem in der zweiten Halbzeit überlegen und rundete das erfolgreiche Jahr 2019 passend ab.

„Das Jahr 2019 war überragend. Auch die kühnsten Optimisten hätten 32 Punkte zur Winterpause nicht für möglich gehalten“, freute sich Viktoria-Trainer Benjamin Hettwer über den positiven Abschluss einer fast perfekten ersten Saisonhälfte, die mit dem 3:1-Sieg gegen den drittplatzierten SSC ihren Höhepunkt fand. Nach dem Spiel richtete auch Abteilungsleiter Norbert Stratmann lobende Worte an die Mannschaft, die alle Erwartungen übertraf und als klar bester Aufsteiger tabellarisch zu den besten sechs Teams der Bezirksliga zählt.

Was die Stärken der Viktoria ausmacht, demonstrierten die Elsekicker bei regnerischem und stürmischem Wetter schon zu Beginn der Partie. Lucas Grothaus erzielte das 1:0 mit dem ersten Torschuss nach Flanke von Arne Schlüter (2.). Die gute Chancenverwertung und das schnelle Umschaltspiel zahlten sich auch in dieser Situation wieder aus. Wenig später verpasste Lucas Grothaus per Kopf das zweite Tor (5.), der SSC war zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Spiel angekommen und hatte mit dem starken Gegenwind zu kämpfen.

Technisch versierten Fußball zeigten beide Teams nicht, Chancen waren vor allem im ersten Durchgang Mangelware. Jonas Schmeiduch scheiterte nach einer sehenswerten Kombination an SSC-Keeper Nils Böhmann (21.). Die Gäste glichen schließlich mit dem einzigen Torschuss in den ersten 45 Minuten aus. Illijan Ridic rutschte bei einem Freistoß aus. Der Ball landete über Umwege beim eingewechselten Jaro Schubert, der das Spielgerät an den Innenpfosten und von dort zum 1:1 ins Tor spitzelte (40.).

Im zweiten Durchgang entwickelte sich nur kurz eine offenere Begegnung, ehe die Viktoria wieder das Kommando übernahm. SSC-Spieler Mirko Hellwig verfehlte das Ziel deutlich (52.), ein Treffer von Schmeiduch wurde auf der anderen Seite wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt (56.). Gästekeeper Böhmann hielt einen 20-Meter-Schuss von Lucas Grothaus (69.), Viktoria-Innenverteidiger Matthis Kleine-Kalmer traf einen Kopfball aus guter Position nicht richtig (62.), Schlüter scheiterte nach einem Konter an Böhmann (64.) und Nils Grothaus verfehlte das Tor nur knapp (68.).

Hettwer: Können stolz sein

Schließlich erlöste Schlüter sein Team mit dem 2:1 und seinem zehnten Saisontreffer mit Hilfe des Innenpfostens (77.). Lucas Grothaus schlenzte kurz darauf knapp daneben (85.), ehe Schmeiduch nach einem erneuten Konter und dank der Übersicht von Vorlagengeber Schlüter den 3:1-Endstand erzielte (90.+2).

„Wir haben hochverdient gewonnen. Die Jungs haben gerade in der zweiten Halbzeit das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Bei der Witterung heute mussten wir nicht spielerisch glänzen. Mir hat in der ersten Halbzeit der Zugriff gefehlt. In der zweiten Halbzeit hatten wir die passende Einstellung, haben es spielerisch gelöst und haben kaum eine nennenswerte Torchance zugelassen. Wir können stolz sein auf die erreichten 32 Punkte“, lautete das abschließende Fazit von Hettwer, der wie immer die Erwartungen an seine Mannschaft bremste: „Ich predige das immer wieder: Wenn wir nicht mit 100 Prozent auf dem Platz sind, dann wird es schwierig, die Spiele zu gewinnen, egal gegen wen. Deswegen bleiben wir realistisch. Wir werden nicht abheben, weil wir auch sehen, wie hart wir für unsere Siege arbeiten müssen. Genauso werden wir auch weiterarbeiten, damit wir unser Ziel, auch in der nächsten Saison überkreislich zu spielen, realisieren können. Da sind wir auf einem guten Weg und den müssen wir weiter beschreiten.“

Die Restrunde startet für die Viktoria am 23. Februar mit einem Auswärtsspiel beim TuS Berge. Zuvor stehen aber noch der Hüggelcup und die Meller Hallenstadtmeisterschaft, sowie einige Freundschaftsspiele auf dem Programm.

Aufstellung Gesmold: Stratmann – Dröge, Haßpecker (57. Kruse), M. Kleine-Kalmer, Meyer – L. Kleine-Kalmer, Hübner – L. Grothaus, Schmeiduch, Schlüter – N. Grothaus (81. Bietendorf).


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