Flatter-Ulmen werden gepflanzt „Baum der Zukunft“ für alle Meller Stadtteile

Ein „Baum des Jahres 2019“ geht auch in den Stadtteil Neuenkirchen. Stadtgärtner Frank Schoster (links) übergab die Flatter-Ulme an Gemeindearbeiter Claus Lambrecht, der bereits einen schönen Platz für den Baum gefunden hat. Foto: Stadtverwaltung MelleEin „Baum des Jahres 2019“ geht auch in den Stadtteil Neuenkirchen. Stadtgärtner Frank Schoster (links) übergab die Flatter-Ulme an Gemeindearbeiter Claus Lambrecht, der bereits einen schönen Platz für den Baum gefunden hat. Foto: Stadtverwaltung Melle

Melle. Seit mehr als zweieinhalb Jahrzehnten schenkt die Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück den Städten und Gemeinden im Osnabrücker Land den „Baum des Jahres“. Dieses Mal sind es neun Flatter-Ulmen für Melle.

Nachdem neun Bäume auf dem Gelände des städtischen Baubetriebsdienstes zwischengelagert worden waren, wurden sie inzwischen auf die einzelnen Stadtteile verteilt und dort an markanten Stellen in die Erde gesetzt. Während in Melle-Mitte traditionsgemäß zwei Bäume gepflanzt wurden, war es in Buer, Bruchmühlen, Riemsloh, Neuenkirchen, Wellingholzhausen, Gesmold und Oldendorf jeweils ein Exemplar.

„Seit der Premiere der Aktion im Jahre 1992 wurden im Grönegau mehr rund 250 solcher Bäume des Jahres gepflanzt“, berichtete Stadtgärtner Frank Schoster.

 Gerade großkronige Bäume an Straßen und Wegen, aber auch in Parks und Wäldern produzierten Sauerstoff. Die Bäume seien damit ausgezeichnete Klimaschützer. Ihre Funktionen als Schattenspender, für die Bindung von Staub und zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit seien von großer Bedeutung für die Umwelt. Darüber hinaus bildeten Bäume den Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren. 

Beliebter Allee-Baum

Die Flatter-Ulme (Ulmus laevis) kommt mit trockeneren Bedingungen zurecht und wird deshalb schon seit langer Zeit von vielen neben der Linde als Allee-Baum geschätzt. Ihren Namen hat die Flatter-Ulme von ihren an langen Stängeln hängenden Blüten und Früchten, die ab Frühling im Wind „flattern“. Außerdem ist sie nicht anfällig für die Ulmenkrankheit.   

„Das gibt Anlass, in ihr einen Baum der Zukunft zu sehen, der in vielerlei Hinsicht in Natur und Stadt weiterhin seinen Platz finden sollte“, unterstrich Schoster. In Deutschland werde der Baum in vielen Gebieten als sehr selten angesehen, was ihn zusätzlich schützenswert und interessant mache.


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