Brack-Show bei 27:26-Erfolg Eicken siegt in Oldenburg mit Lucky Punch

Beim Wurf auf das Oldenburger Tor: Eickens Albert Brack. Foto: Laura BeckmannBeim Wurf auf das Oldenburger Tor: Eickens Albert Brack. Foto: Laura Beckmann

Melle . Am letzten Samstag war Landesligaprimus Eicken bei der Zweitvertretung des TvdH in Oldenburg gefordert. Nach zuletzt acht Siegen in Folge und nur einer Niederlage ist die ESV nun in die Rolle des Gejagten gerutscht, in der man im Grunde nur verlieren konnte. Am Ende stand in Oldenburg aber ein glücklicher 27:26-Sieg.

Nach einem sehr unkonzentrierten Aufwärmen kamen die Eickener auf steinhartem Hallenboden zunächst vernünftig ins Spiel. Die Oldenburger agierten sehr hart in der Deckung und hatten nach zwei Angriffen ihre gelben Karten schon aufgebraucht.  

Unter der Regie von Artur Brack schlossen die Gäste vernünftig ab und gingen nach 18 Minuten mit 11:7 in Führung. Aufgrund von etwas glücklosen Außen wurde vom Trainergespann Rapczinski/Müller früh ausgewechselt.

In der Folge entglitt der ESV das Spiel, vorne wurde oftmals zu früh abgeschlossen oder der Kreis gesucht und hinten fehlte der Zugriff. TvdH schloss konsequent ab und ging dann tatsächlich mit 15:14 Führung in die Pause.

Zum Pausentee beschwor Rapczinski seine Mannschaft, nicht untereinander zu hadern, sondern konzentriert die Leistung abzurufen. In Durchgang zwei gelang es dann auch durch eine gut zupackende Abwehr mit Torhüter Fischer, der noch eine Schippe zulegen konnte, viele Bälle zu verteidigen und wenige Tore zu bekommen. Die Ansprache der Trainer hatte gewirkt.

Nur auf den Torabschluss können sie leider keinen Einfluss nehmen. Doch genau daran mangelte es an diesen Samstag enorm. Beispiele: Wetzstein mit zwei vergebenen Tempogegenstößen, Sundermann mit mehreren Alu-Treffern und noch viele andere nicht genutzte Chancen. Insgesamt wurden über beide Halbzeiten fast 50 Prozent der Würfe nicht im Netz untergebracht. Viele Führungswechsel

So wechselte die Führung im Spiel im Grunde jede Minute. Alles lief auf einen Showdown in den letzten Sekunden hinaus.

Die letzten drei Minuten wurden dann zur Brack-Show. Albert Brack erzielte hier noch dreimal den Ausgleich und neun Sekunden vor dem Ende den aus Eickener Sicht kaum mehr möglichen, Siegtreffer zum 26:27. Am Ende standen zwölf Tore auf seinem Konto.

Eicken gewinnt also mit viel Glück das neunte Spiel in Folge und steht mit 18:2 Punkten tabellarisch sehr gut da. Rapczinski warnte allerdings, dass solche Leistungen auch genauso hätten bestraft werden können. Man werde weiter hart arbeiten müssen, um die Tabelle auch zum Saisonende so aussehen zu lassen. pmEickener Tore: Hagemann, Ar. Brack (4/1), Al. Brack (12), M. Brack (1), Ernst (1), Visse, Wetzstein (5), Sundermann (4), Heine, Drosselmeier (TW), Fischer (TW)


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