Neue Techniken helfen Immer weniger EC-Karten bleiben in Melle zurück

Rausziehen nicht vergessen: Das erspart dem Kunden unnötigen Stress. Foto: Christoph FrankenRausziehen nicht vergessen: Das erspart dem Kunden unnötigen Stress. Foto: Christoph Franken

Melle. Es passiert auch in Melle immer wieder: Der Kunde nutzt die EC-Karte an einem der zahlreichen mobilen Bezahl-Terminals in Tankstellen, Einzelhandelsgeschäften oder Apotheken und vergisst leicht, sie wieder aus dem Gerät zu ziehen und einzustecken. Und dann?

„Dann informieren wir die jeweilige Bank, die wiederum den Kunden benachrichtigt. Der kann sie dann unter Vorlage seines Personalausweises wieder bei uns abholen“, erklärte Thorsten Broszeit vom E-Center in Gerden stellvertretend für den Handel. Bei den Tankstellen der Metank-GmbH dagegen werden liegen gelassene Karten dagegen grundsätzlich bei der Sparkasse Melle abgegeben, wie Geschäftsführer Marc Stapenhorst berichtete.

Sparkassen-Sprecher Klaus Wienke skizzierte das weitere Vorgehen: EC-Karten anderer Kreditinstitute würden an die entsprechende Bank weitergeleitet. Um die EC-Karten eigener Kunden dagegen kümmere sich sofort der jeweilige Kundenberater. „Der informiert den Kunden, da gehen wir den ganz schnellen Weg“, sagte Wienke. Meistens löse der Anruf große Freude aus. „Denn viele Kunden haben den Verlust der Karte bis dahin noch gar nicht bemerkt“, so Wienke.

Kontaktlos bezahlen

Er verwies gleichzeitig darauf, dass die Anzahl vergessener Karten aber inzwischen rückläufig sei. Das habe sicherlich sehr viel mit dem mittlerweile an vielen Bezahl-Terminals möglichen kontaktlosen Bezahlen zu tun. „Da wird die Karte über oder neben das Gerät gehalten und nicht mehr aus der Hand gegeben“, erklärte der Sparkassen-Sprecher. Damit sinke die Gefahr des Vergessens, es sei denn, der Kunde steckt die Karte anschließende nicht sofort in das Portemonnaie zurück, sondern legt sie auf dem Tresen ab.

Rückläufige Tendenz

Die rückläufige Tendenz bei vergessenen Karten bestätigen auch die Händler. Marc Stapenhorst sieht zudem in technischen Änderungen an den Bezahl-Terminals einen Grund dafür. „Die piepen, wenn die Karte noch steckt, und der Bezahlvorgang kann dann so lange auch nicht abgewickelt werden.“ Mit Blick auf 2018 spricht Stapenhorst von durchschnittlich zwei vergessenen Karten pro Woche.

Dirk Altenbernd vom E-Center an der Gesmolder Straße hat nach eigenen Worten ebenfalls „nur noch ganz selten“ mit solchen Karten zu tun. „Von 1000 Bezahlvorgängen vielleicht noch eine“, sagte er. Und auch diese Karte sei dann nicht im Gerät stecken gelassen worden, sondern auf dem Tresen liegen geblieben. Er führt das sowohl auf die neue Technik als auch auf die intensive Schulung des Kassenpersonals zurück. 


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