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25.11.2019, 15:38 Uhr KOMMENTAR

Vernetzt für Melle

Ein Kommentar von Christoph Franken


Die Deutsche Bahn hat ihre ursprünglichen Modernisierungspläne für den Meller Bahnhof revidiert. Foto: dpaDie Deutsche Bahn hat ihre ursprünglichen Modernisierungspläne für den Meller Bahnhof revidiert. Foto: dpa
Caroline Seidel

Melle. Die Entscheidung der Bahn, die historische Gleisüberdachung am Meller Bahnhof zu belassen, kommentiert Christoph Franken für das "Meller Kreisblatt".

Nur dank seiner engen Kontakte in Berlin war André Berghegger der Coup möglich: Als Obmann im wichtigsten Ausschuss des Bundestages und stv. haushaltspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion ist der Abgeordnete aus Melle zudem bereits bestens vernetzt. „Kontakte schaden nur dem, der sie nicht hat“, lautet ein klassischer Networking-Spruch. Berghegger hat sie nicht nur, sondern nutzt offensichtlich auch.

In diesem Fall für den Erhalt der historischen Dächer über den Bahnsteigen des Meller Bahnhofs. Dass die Bahn sogar noch eine Sanierung der Konstruktion zusagt, die sie eigentlich abreißen wollte, sagt alles über die Bedeutung Bergheggers im politischen Berlin.

Lob gebührt aber auch der Bahn: Sie will mit ihren Modernisierungsmaßnahmen schließlich langfristig nur Geld im Sinne ihrer Kunden sparen. In Melle macht das Management nun eine Ausnahme. Der Schritt fiel hausintern mit Blick auf Nachahmer sicherlich nicht leicht. Aber die wirklich guten Argumente lagen auf Seiten der Stadt und Bergheggers. 


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