Akzeptanz und Respekt gelernt Burg-Theater hilft Meller Schulklasse beim Kennenlernen

Maskiert gingen die Schüler der Klasse 5c der IGS Melle in das Theaterprojekt. Foto: Olaf BirkhoffMaskiert gingen die Schüler der Klasse 5c der IGS Melle in das Theaterprojekt. Foto: Olaf Birkhoff

Melle/Wittlage. Die Klasse 5c mit dem Profilschwerpunkt "Kunst & Kultur" der IGS Melle nutzte die Chance, sich über ein gemeinsames Theaterprojekt näher kennenzulernen, um ihre Klassengemeinschaft zu verbessern. Das gelang beim "Wittlager Burg-Theater" des Bad Essener Kulturvereins Kubikus (Kreative Umweltbildung für alle Generationen in Bad Essen).

Beim Theaterspiel werden Kompetenzen wie zum Beispiel Kooperationsfähigkeit, gegenseitige Wertschätzung und Rücksichtnahme sowie Respekt und Toleranz ganz nebenbei und spielerisch geschult. Klassenlehrer Olaf Birkhoff hielt dieses Projekt für hilfreich, damit die Kinder sich auf der einen Seite ihrer eigenen Stärken und Schwächen bewusst werden und auf der anderen Seite ein Gefühl für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler entwickeln. Daraus entsteht die Möglichkeit, sich als Klassenteam zu verstehen und gemeinsam den Schulalltag besser bewältigen zu können. „Diese Erfahrung ist an einem außerschulischen Lernstandort einfach besser anzubahnen als in einem Klassenraum“, sagt Klassenlehrer Birkhoff.

Fantasie und Freude 

Nicole Hess von Kubikus führte mit den Kindern dieses Theaterprojekt an zwei Nachmittagen auf der Burg Wittlage durch. Passend zum Ambiente drehte sich alles um das Thema "Jahrmarkt auf der Burg", wo die Kinder drei Tage verbrachten. Die Kinder lernten kennen, was ein Theaterspieler an Fähigkeiten mitbringen muss. Mit Hilfe vieler kleiner Übungen legten die Kinder sehr schnell die anfängliche Scheu ab, lernten sich frei zu bewegen und mit Mimik und Gestik Emotionen bzw. Situationen nachzuspielen. Mit Fantasie und Freude konnten verschiedene Charaktere, die auf einer Burg leben, im Rollenspiel nachgeahmt werden. Alle waren mit Feuereifer dabei! 

Am zweiten Tag wurde die Klasse aufgeteilt und arbeitete ab jetzt getrennt an der Fertigstellung ihrer Stücke. Die Kinder entschieden sich für eine Rolle, in die sie schlüpfen wollten und fertigten Gesichtsmasken entsprechend ihrer Rolle an. Die Maske brachte dabei den Vorteil, dass die Rolle deutlicher wurde und den Akteuren einen kleinen Schutz vor eventuellem Lampenfieber bot. Nach dem ausführlichen Proben kamen die beiden Stücke zur Aufführung. Während eine Gruppe spielte, waren die anderen das Publikum und umgekehrt. So eröffnete in einem Stück König Max von Bad Essen mit einer Begrüßungsrede den Jahrmarkt und wünschte den Gästen eine besondere Zeit. Und die sollten sie haben, weil die Burggespenster sich den Spaß nicht nehmen ließen, alle Anwesenden ordentlich zu erschrecken. Aber am Ende war alles gut, denn „wenn das Dorf nicht gestorben ist, dann tanzen sie noch heute“, versicherte der Erzähler den Zuschauern. 

Reflexion zum Abschluss

Bei der anschließenden Reflexion erkannten die Kinder, dass für ein gemeinsames erfolgreiches Projekt tatsächlich gegenseitige Akzeptanz, Respekt und Kommunikationsfähigkeit notwendig sind. Sie lernten sich wertzuschätzen und werden versuchen in Zukunft achtsamer miteinander umzugehen, so ihr Versprechen. Somit haben die Veranstalter einen kleinen Beitrag dazu leisten können, die Kinder der Klasse 5c der IGS Melle auf dem gemeinsamen schulischen Lebensweg zu unterstützen. 


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