ESV will hohes Niveau beibehalten Handball: Tiger in Osnabrück / Eicken II empfängt Haselünne

Melles Torwart Ole Meyer im Kruge zeigte schon am vergangenen Wochenende gegen die SG Teuto Handball eine gute Leistung. Foto: Rolf DieckhönerMelles Torwart Ole Meyer im Kruge zeigte schon am vergangenen Wochenende gegen die SG Teuto Handball eine gute Leistung. Foto: Rolf Dieckhöner

Melle. Nach der 46:26-Lehrstunde gegen Jever erwarten die Eickener Landesliga-Handballer mehr Widerstand vom nächstem Gegner Wilhelmshaven. Ähnlich souverän wie die ESV agiert derzeit die HSG in der Landesklasse. Am Wochenende gastieren die Tiger zum Derby bei der HSG Osnabrück II. Eicken II empfängt Haselünne/Herzlake.

„Wir haben Jever mürbe gespielt. Die gegnerischen Spieler haben zum Schluss die Köpfe hängen lassen. Das ist schon unüblich für die Liga“, blickt ESV-Trainer Maik Rapczinski zurück auf den souveränen Auftritt der Vorwoche gegen das Kellerkind. Daraus ziehe sein Team viel Selbstvertrauen, auch wenn die Erfolgsquote von bisher sechs Siegen aus sieben Partien überwiegend gegen Teams aus unteren Tabellengefilden zustande kommt. „Doch in den Vorjahren haben wir die Gegner von unten nicht immer so beherrscht“, stellt Rapczinski klar. 

Nun gelte es, die durchgängig hohe Konstanz aus dem Jever-Spiel auch gegen stärkere Kontrahenten zu bestätigen. Am Freitag (20 Uhr) gastiert der siebtplatzierte Wilhelmshavener SSV bei Primus Eicken. „Wilhelmshaven verkauft sich unter Wert. Die Gäste sind individuell stark besetzt, gerade im Rückraum. Aber sie lassen die mannschaftliche Geschlossenheit vermissen, deswegen stehen sie im Mittelfeld“, weiß der ESV-Coach.

Mit Sieg auf Silberhochzeit des ESV-Betreuers einstimmen

Alle Spieler sind an Bord – abgesehen von den beiden Langzeitverletzten – und wollen sich mit einem Heimerfolg am Freitag auch auf die tags darauf anstehende Silberhochzeit ihres Betreuers Franz Wille einstimmen.

Am Samstag (18 Uhr) gastiert Landesklassen-Tabellenführer HSG Grönegau-Melle bei der HSG Osnabrück II im OSC-Sportzentrum. Die Osnabrücker sind zurzeit nur Sechster, mit allerdings nur vier Minuspunkten sind sie einer der ärgsten Verfolger der Tiger.

Für den beruflich verhinderten Stammtorwart Carsten Placke werden Ole Meyer im Kruge und Sven Oberdiek das Tor hüten. „Beide haben in ihren bisherigen Einsatzzeiten starke Spiele abgeliefert, auch auf der Torwartposition sind wir derzeit sehr gut aufgestellt“, so Marco Lietmann als verantwortlicher Torwarttrainer. Der endgültige Kader wird erst nach dem Abschlusstraining am Freitag feststehen. Kreisläufer Florian Platen wird aber erstmalig auf seinen alten Verein treffen. Und wahrscheinlich wird Finn Ronning sein Debüt geben. 

Finn Ronning wieder ein Tiger

Ronning kehrt nach sieben Jahren in der Fremde zur HSG zurück. Er hatte die HSG in seinem ersten B-Jugend-Jahr in Richtung Minden zum dortigen Bundesliganachwuchs des TuS Nettelstedt verlassen. Nach vier Jahren in der A- und B-Jugend des Klubs spielte er im Anschluss auch in der zweiten Mannschaft des TuS in der Oberliga, ehe er studiumsbedingt für ein Jahr ins Ausland ging. Da ihm wegen seines Studiums drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche und die Fahrerei zu zeitintensiv waren, fragte er bei HSG-Coach Mike Bordihn an, ob er sich in Melle ein wenig fit halten könne.

 „Finn hat zunächst etwas unregelmäßig mittrainiert, aber sich da schon bei jeder Trainingseinheit voll reingehängt“, berichtet Trainer Bordihn von den ersten Eindrücken. „Und da man ihm früh anmerkte, dass er Spaß hatte und auch die Bindung zur Mannschaft schnell hergestellt war, habe ich ihn einfach mal angesprochen, ob er sich nicht ein längerfristiges Engagement bei den Tigern vorstellen könne.“ Die Antwort des talentierten Rückraumspielers ließ nicht lange auf sich warten. „Ganz ohne Handball kann ich halt doch nicht. Die Jungs haben mit gleich gut aufgenommen. Ich freue mich, die nächsten anderthalb Jahre bei der HSG zu spielen. Dann müssen wir mal schauen, was mein Studium macht“, so Ronning zu seinen Plänen.

Trainer Mike Bordihn (rechts) begrüßt Finn Ronning als weiteren Neuzugang bei der HSG. Foto: Dirk Bößmann

Doch zunächst gilt die volle Aufmerksamkeit der Aufgabe in Osnabrück. „In Osnabrück haben wir in den vergangenen Jahren immer schlecht ausgesehen und die Spiele regelmäßig knapp verloren“, erinnert sich Abwehrstratege Christian Möllers nur ungern an die vergangenen Gastauftritte. Dennoch gehen die ambitionierten Tiger auch in dieses Spiel als Favorit und wollen den guten Lauf der jüngsten Spiele bestätigen. „Wir hoffen auch in Osnabrück auf lautstarke Unterstützung unserer Fans“, appelliert Kapitän Nico Lindenthal an die Reiselust der HSG-Zuschauer. 

Eickens Reserve muss derweil Sonntag (17 Uhr) im Heimspiel gegen die HSG Haselünne/Herzlake gewinnen. Denn nach der unnötigen 19:26-Niederlage in Westerkappeln ließ man die Konkurrenz im Abstiegskampf wieder aufschließen. „Wir wissen, was das Team leisten kann, und jeder will den nächsten Heimsieg“, betont ESV-Trainer Andreas Arens. Das Team hofft, fürs Spiel kein Personalproblem auf der Torwartposition zu bekommen. Denn unter der Woche fehlten die Torhüter unerwartet beim Training.

Mario Hagemann (am Ball) legt bei den Ersten Herren eine kleine Babypause ein und unterstützt aktuell Eicken II im Spiel gegen Herzlake. Archivfoto: Laura Beckmann


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