Herbstkonzert in Melle-Gesmold Von Sia bis Biene Maja: Jugendkapelle Gesmold lässt Saal kochen

Hölle, Hölle, Hölle: Die Jugendkapelle Gesmold unter Leitung von Thomas Niemann rockte den Saal Kellersmann beim Herbstkonzert, gesanglich unterstützt von Jörg Oberwestberg. Foto: Nicole DieckmannHölle, Hölle, Hölle: Die Jugendkapelle Gesmold unter Leitung von Thomas Niemann rockte den Saal Kellersmann beim Herbstkonzert, gesanglich unterstützt von Jörg Oberwestberg. Foto: Nicole Dieckmann

Gesmold. Von Sia bis Biene Maja, von Queen bis Billy Joel reichte der musikalische Bogen, den die Jugendkapelle Gesmold in ihrem Herbstkonzert zog. Der rote Faden im Programm waren indes Filmmelodien.

Im herbstlich geschmückten Halloween-Ambiente begrüßte der Moderator des Abends, Lennard Rahe, die Zuschauer im Saal der Gaststätte Kellersmann zum ersten Herbstkonzert der Jugendkapelle.

Die 32 Nachwuchsmusiker unter der Leitung von Thomas Niemann starteten mit dem als Eurovisionsmelodie bekannten „Te deum prelude“ schwungvoll in den Konzertnachmittag. Und zeigten schon zu Beginn, dass sie in der Bandbreite der großen Kapelle in nichts nachstehen. Mit „Weekend“ präsentierten die Jugendlichen einen klassischen Marsch der Blasmusik und wandten sich direkt im Anschluss den Popcharts zu. "Cheap Thrills" von Sia und Sean Paul war 2016 ein Riesenhit, der bis heute im Radio läuft. Immer wieder entführten die Musiker  ihr Publikum in die Welt der Filmmelodien, wie zum englischen Geheimagenten 007 in „The James Bond Theme“. Bereits bei Gloria Gaynors Megahit „I will survive“ von 1978, das von Jörg Oberwestberg gesungen wurde, hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Stühlen. Nach der gefühlvollen Darbietung von Billy Joels „Leningrad“ und dem stimmungsvollen „Summernight Rock“, ließ die Jugendkapelle das „Phantom der Oper“ durch den Saal wandeln.

Ein eher untypisches Queen-Stück

Nach der Pause begannen die Jugendlichen erneut klassisch mit dem Marsch „Golden Sun“. Anschließend stieg sie mit „Eye of the Tiger“ in den Ring und ließ mit Harpos 70-er Hit „Moviestar“ die Stimmung im Saal erneut hochkochen. Danach zogen „Böhmische Sterne“ über Gesmold auf. Gefeiert wurde auch die Rockabilly-Nummer „Crazy little thing called love“, ein eher untypisches Queen-Stück. Bevor es schließlich zum Endspurt kam, interpretierte die Jugendkapelle Karats „Über sieben Brücken“, dass im Westen der damals (1979) noch geteilten Republik in der Version von Peter Maffay (1980) bekannt wurde. Erneut wurde die Kapelle dabei gesanglich von Jörg Oberwestberg unterstützt. Und Pia-Katharina Rahe stellte mit einem Solo am Altsaxophon ihr musikalisches Talent unter Beweis.

Foto: Nicole Dieckmann

Auch für die Kleinsten im Saal durfte eine bekannte Melodie nicht fehlen und so sang das Publikum beim Klassiker „Biene Maja“ des kurz zuvor verstorbenen Karel Gott lautstark mit Jörg Oberwestberg mit. „The Final Countdown“ läutete dann den Ausklang des Konzerts ein. Den eigentlichen Abschluss des Nachmittags, bei dem die Stimmung im Saal abermals überschäumte, bildete aber Wolfgang Petrys „Wahnsinn“. 

Der Aufforderung des begeisterten Publikums zu einer Zugabe kamen die Jugendlichen schließlich gerne nach und der ganze Saal wurde zum stimmgewaltigen Chor. 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN