Motorsportler plant seine Zukunft Meller Bergmeier Vizemeister bei ersten Langstreckenrennen

Bereit für seine motorsportliche Zukunft: Tamino Bergmeier aus Melle. Foto: Atelier am Markt MelleBereit für seine motorsportliche Zukunft: Tamino Bergmeier aus Melle. Foto: Atelier am Markt Melle

Melle. Tamino Bergmeier zeigt, was in ihm steckt: Der Meller Motorsportler hat seinem Team dabei geholfen, den Vizemeistertitel in der nationalen Langstreckenmeisterschaft (DMV NES 500) zu erlangen.

Die Plattform der ADAC GT-Masters war für den Meller Juniorpiloten dieses Jahr der Ort, an dem er sich alle sechs Rennwochenenden bewegte. Besonderes Augenmerk lag auf der neu gegründeten ADAC GT4 Deutschland-Serie, in die er nächste Saison einsteigen möchte. „Man konnte im Laufe der Saison klar sehen, dass die jungen Fahrer in der Serie sehr gut zurechtkommen“, so der Eindruck des Mellers. 

Parallel dazu nutzte Bergmeier die Zeit auf den Rennstrecken, um neue Kontakte zu knüpfen und sein Netzwerk weiter auszubauen, um Partner für die nächsten Jahre zu gewinnen, ohne die sein Sport nicht möglich ist. Tamino hatte Glück: Ein Schweizer Unternehmen war begeistert von dem Meller Motorsportler und setzt ihn als Markenbotschafter für seine Produkte ein.

Verschiedene Teams am Meller interessiert

Auch auf der sportlichen Seite taten sich neue Türen auf: Verschiedene Teams sind am Nachwuchsfahrer aus Melle für die Saison 2020 interessiert. Im Frühsommer ergab sich die Möglichkeit, für sein altes Team HTF Motorsport aus Erfurt, bei dem Tamino schon im Renault Clio Cup 2018 gestartet war, seine ersten Langstreckenrennen zu fahren. „Bei so einem Angebot darfst du nicht lange überlegen. Da werden drei bis vier Stunden Rennen gefahren. Da kann ich sehr viel lernen“, freute sich der Meller. Sein Teamkollege war Dominik Schaak aus Magdeburg, der mit 29 Jahren eine Menge Erfahrung mitbrachte und an Tamino weitergab. Das Einsatzfahrzeug des Teams war ein Seat Leon Cupra TCR Cup mit rund 380 PS Leistung. Der Test auf dem Hockenheimring bestätigte dem Teamchef Heiko Fulsche, dass Tamino das Tempo hat, um seinem Teamkollegen zu helfen, um die Meisterschaft zu fahren, und gab Grünes Licht für den Grönegauer.

Bergmeier stieg in der heißen Phase der Meisterschaft ein und konnte auf dem schwierigen Dünenkurs im niederländischen Zandvoort mit Platz zwei in der Klasse und Rang sieben in der Gesamtwertung gleich ein Zeichen setzen. Mitte Oktober ging es als Tabellenführer zum Finale an den Nürburgring. Bei kühlen Temperaturen, starkem Wind und Dauerregen kämpften die beiden TCR-Piloten bis zur letzten Runde um den Sieg, mussten sich am Ende aber mit dem Erreichen der Vizemeisterschaft zufrieden geben. „Es war eine echte Herausforderung, sich bei den Bedingungen mit unserem Auto jede Runde am Limit zu bewegen. Andererseits war es eine riesige Erfahrung für mich, die ich in der Zukunft gut nutzen kann“, bilanzierte der Meller.

Nun steht die Vorbereitung auf die Saison 2020 auf dem Plan. Dazu gehören medizinische Checks und Leistungsdiagnostik genauso wie das Ausloten, welches Team das richtige Paket für die Entwicklung des Grönegauer Nachwuchspiloten bieten kann.


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