Ausschreibung noch nicht raus Der Marktplatz in Melle: 2021 soll es was werden

Schon im August 2017 hatte eine erste Präsentation zur Umgestaltung des Marktplatzes für großes Interesse gesorgt, wie dieses Bild von der Info-Veranstaltung im Forum zeigt. Foto: Christoph FrankenSchon im August 2017 hatte eine erste Präsentation zur Umgestaltung des Marktplatzes für großes Interesse gesorgt, wie dieses Bild von der Info-Veranstaltung im Forum zeigt. Foto: Christoph Franken

Melle. Auch im nächsten Jahr wird es die seit langem geforderte Umgestaltung des Marktplatzes in Melle nicht geben. Wegen des langwierigen Verfahrens im Vorfeld rechnet Stadtplaner Alexander Reuschel erst 2021 mit einem Beginn der Arbeiten.

Schon beim Start hatte die Stadtverwaltung Pech: Eine in diesem Jahr bereits laufende Ausschreibung musste zurückgezogen werden, weil die EU just zu diesem Zeitpunkt die Honorarordnung für Architektenleistungen neu geordnet hat. Das hatte direkte Auswirkungen auch auf die Meller Ausschreibung.

Die erste wurde gekippt

Zu deren Kippen führte nach Angaben von Reuschel aber auch die Tatsache, dass die angefragten Büros unterschiedliche Ansätze für die Umgestaltung des Marktplatzes abgeliefert hatten. „Die waren nicht vergleichbar“.

Seitdem arbeitet die Stadt an einer neuen Ausschreibung. „Wir sind jetzt gerade dabei, letzte Details anzupassen und die Ausschreibung geht dann noch im November raus“, erklärte der Stadtplaner.

Er erwarte den Eingang neuer Angebote innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen.

Diese Unterlagen würden dann bewertet und damit falle die Entscheidung für ein Büro. Das werde beauftragt, zunächst eine Vorplanung zu erstellen. Die wiederum werden anschließend im Rahmen des Planungsprozesses unter Beteiligung der Öffentlichkeit und der politischen Gremien diskutiert. Erst danach könne das Büro eine Entwurfs- und Ausführungsplanung erstellen. Dann müsse die Baumaßnahme selbst noch ausgeschrieben werden.

„Ich glaube daher nicht, dass noch in 2020 Baumaßnahmen erfolgen, das ist eher unwahrscheinlich“, sagte Reuschel. Aber: „2021 könnte es was werden.“

Seit Jahren Thema

Die Umgestaltung des Marktplatzes ist mittlerweile seit Jahren ein zum Teil sehr umstrittenes Thema. Die Stadtverwaltunmg möchte es nicht bei kosmetischen Verbesserungen am holprigen Pflaster belassen, sondern das Areal vollständig auf Vordermann bringen. Dazu gehört unter anderem eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität und der Barrierefreiheit, eine Neuordnung der Wegeführung, die verbesserte Anbindung an benachbarte Parkplätze, die eindeutige Markierung der auf dem Markt vorhandenen Pkw-Stellplätze sowie der Erhalt der Parkplätze im Bereich Haferstraße vor den Geschäften. Aber es sollen auch attraktive Fahrrad-Abstellplätze geschaffen werden.

Den Planungsbüros gibt die Stadt noch zwei Fragestellungen mit auf den Weg: Ist eine Reduzierung der Parkplätze auf dem Markt möglich/notwendig und soll die jetzige Verkehrsführung beibehalten werden?


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