Zu Gast bei Biogasanlage Huning CDU Gesmold besichtigt Energiepark Melle

Hannes Wesseler (rechts im Bild) führte einen Teil der Besucher über das Betriebsgelände der Biogasanlage. Foto: Ernst KellnerHannes Wesseler (rechts im Bild) führte einen Teil der Besucher über das Betriebsgelände der Biogasanlage. Foto: Ernst Kellner

Gesmold. Die CDU Gesmold hatte zum Frühschoppen in der Biogasanlage Huning in Drantum eingeladen. Etwa 70 Interessenten folgten der Einladung zur Betriebsbesichtigung.

Der Juniorchef, Hannes Wesseler, zeigte sich erfreut über die große Resonanz auf die Firma Huning und die Neugier auf den Energiepark. Ortsvorsitzender Eugen Sternberg begrüßte die Besucher und versprach eine interessante Führung über das Betriebsgelände an der Allendorfer Straße. In drei Gruppen wurden die Besucher über das Firmengelände geführt und bekamen viele interessante Erklärungen über die Arbeitsweise im Energiepark mit Biogasanlage.  

Versorgung mit Fernwärme

Über nachwachsende Rohstoffe und Gülle, wird im Wesentlichen die Gasproduktion in den Fermentern angetrieben. Die Rohstoffe werden durch die von Huning eigens produzierten Anlagenkomponenten aufbereitet und dem Gärprozess zugeführt.

Die Gasproduktion erfolgt in kleinen und großen Fermentern, die die entsprechenden Gasmengen an die Gasmotoren liefern. Diese Motoren produzieren sowohl elektrische Energie als auch Wärme und das nahezu CO2 neutral. In einer speziellen Einspeisungsstelle werden die Warmwassermengen dann in eine Fernwärmeleitung Richtung Melle-Mitte eingespeist.

Außer den Eingeweihten weiß kaum jemand, wie viele Gebäude in Melle Mitte mit Fernwärme aus der Biogasanlage versorgt werden. Aktuell werden mit der Abwärme der Biogasanlage mehrere Privathaushalte und ca. 25 Großabnehmer wie das Krankenhaus, die Stadtverwaltung, mehrere Schulen, die Schwimmbäder, das DRK Altenheim usw. versorgt. „Um diese Wärme mit Heizöl zu produzieren, bräuchte man ca. 2 Mio. Liter“ so Wesseler. Die reibungslose Funktion wird durch mehrere technische Einrichtungen gewährleistet.

Geringe Menge an Wärmeabnahme 

Zum Ausgleich für Mehr- oder Minderbedarfszeiten sind große Wärmepuffer vorhanden, die Warmwasser bevorraten und gegebenenfalls in die Leitungen einspeisen können oder auch bei Überproduktion abfangen. Zusätzlich kann eine große Hackschnitzelheizung weitere Energie bereitstellen, wenn die Gasproduktion und deren Abwärme für eine ausreichende Warmwasserproduktion in Spitzenzeiten nicht mehr ausreicht. Diese läuft jedoch nur in den kalten Monaten von Herbst bis Frühjahr. Auf diese Weise wird eine kontinuierliche und reibungslose Versorgung der Verbraucher gewährleistet und ein ausfallfreier Betrieb sichergestellt.

Großes Interesse fand bei den Besuchern die ausgefeilte Steuerungstechnik, die es ermöglicht, die einzelnen Verbraucher abzufragen und anzusteuern. Zusätzlich fand die Versorgung von Einzelhaushalten Nachfrage, wobei hier die geringe Menge an Wärmeabnahme im Vergleich zu Erstellung einer eigenen Versorgungsleitung gegengerechnet werden muss.

Allgemein waren die Besucher von Technik und Leistung der Biosgasanlage stark beeindruckt und können in Zukunft die lästigen Maistransporte über die Straßen besser beurteilen und verstehen.


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