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Gänsehautmomente in der Martinikirche Publikum feiert Ray Wilson und Band in Melle-Buer

Die sechsköpfige Band um Frontmann Ray Wilson (Bildmitte), seinem Bruder Steve Wilson (links) und dem Multiinstrumentalisten Marcin Kajper, der als Bassist auch mal zu Saxophon und Flöte griff, bot dem Publikum in der Martinikirche ein hochkarätiges Konzerterlebnis. Collage: Jens PinkertDie sechsköpfige Band um Frontmann Ray Wilson (Bildmitte), seinem Bruder Steve Wilson (links) und dem Multiinstrumentalisten Marcin Kajper, der als Bassist auch mal zu Saxophon und Flöte griff, bot dem Publikum in der Martinikirche ein hochkarätiges Konzerterlebnis. Collage: Jens Pinkert
Jens Pinkert

Buer. Ray Wilson & Band begeisterten am Samstagabend mehr als 500 Zuhörer in der Martinikirche Buer. Der schottische Sänger und ehemalige Genesis-Frontmann sorgte im Kirchenschiff und auf den Emporen für einige Gänsehautmomente bei einer Kulturherbstveranstaltung, die in die Konzertreihe Martinimusik eingebettet war.

Ray Wilson und seine Musiker vermittelten dem Publikum von der ersten Note an, dass sie mit viel Freude und voller Seele musizieren. Es dauerte nicht lange, bis die Konzertbesucher merkten, dass sich der Frontmann und die Band in der Martinikirche wohl fühlten und es für Alle ein Vergnügen werden sollte, diesen musikalisch hochwertigen Abend gemeinsam zu genießen.

Frenetischer Beifall

So gab es für die sechs Künstler der Band schon beim Betreten der Konzertbühne frenetischen Beifall. Egal ob an Schlagzeug, Gitarren, Keyboard oder Blasinstrumenten. Alle Mitglieder sind hervorragende Spezialisten an ihren Instrumenten. Ganz unprätentiös für einen ganz Großen der Musikszene betrat der 51-jährige Sänger in T-Shirt und Jeans die Altarbühne und begrüßte sein Publikum bei seinem zweiten Auftritt in der Bueraner Kulturkirche.   

Grandios dargeboten waren denn auch die angekündigten Songs und Ohrwürmer der Genesis-Klassiker, die Ray Wilson als Nachfolger und Erbe von Weltstar Phil Collins mit seiner rauchigen Stimme seit 1996 singen durfte. Beachtlich auch seine Fingerfertigkeit und sein virtuoses Gitarrenspiel. Die alten Genesis-Nummern und die Stücke seiner Vorläufer Phil Collins oder Peter Gabriel wie "Solsbury Hill" übernimmt Ray Wilson in ganz eigenen Versionen, verändert sie aber nicht bis zur Unkenntlichkeit. Dem Publikum gefiel es.

Netter Typ von nebenan

Ray Wilson ist der nette Typ von nebenan geblieben. Er erzählte mit unnachahmlich trockenem Humor und reizendem Akzent auf Englisch aus seinem Leben und gab Anekdoten zur Entstehung der einzelnen Songs preis. Freundlich und offen plauderte der Sänger mit den Einheimischen und zum Teil von weit her gereisten Zuhörern.

Die Fans lieben die altbekannten Dauerbrenner von Genesis auch nach über 20 Jahren immer noch. "That’s All", "Carpet Crawlers", "Congo", "Follow You Follow Me", "Mama" und "Land of Confusion". Da durfte auch „In The Air Tonight" nicht fehlten. Und das Publikum sang kräftig mit.

Nach mehreren gefeierten Zugaben gingen die Zuhörer beseelt nach Hause oder machten noch so manches Foto oder Selfie mit Ray Wilson, dem dieses „Nachglühen“ nach zwei Stunden musikalischer Schwerstarbeit sichtlich viel Freude bereitete.


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