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27.10.2019, 12:02 Uhr KOMMENTAR

Berufsakademie hat positive Auswirkungen auf ganz Melle

Ein Kommentar von Michael Hengehold


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Melle. Dass man in Melle studieren kann, ist ein Pfund, mit dem Stadt ruhig mehr wuchern könnte, findet unser Kommentator. So oder so aber hat die glänzende Arbeit in der Berufsakademie Auswirkungen auf Melle und die Region.

Dass Melle eine Stadt ist, in der man studieren kann – wer weiß das schon? Aber ja, die Berufsakademie am Sandweg verlassen die Studenten im besten Falle mit dem Abschluss Bachelor of Arts (Soziale Arbeit) oder Bachelor of Engineering (Technikstudiengänge). Ein Pfund, mit dem die Stadt ruhig mehr wuchern könnte.

Die ehemalige Berufsakademie Holztechnik, 2000 gegründet, hat einen weiten Weg hinter sich. Ursprünglich bildete sie Ingenieure der Holz- und Möbeltechnik aus. Seit 2018 auch Ingenieure mit dem Schwerpunkt Glas-, Fenster- und Fassadentechnik. Doch mittlerweile sind diese beiden Berufsgruppen deutlich in der Minderzahl, 42 Technikern stehen 72 angehende Sozialpädagogen gegenüber.

Nicht, was "sonst noch schick" wäre, sondern, was der Markt brauche, sei die entscheidende Fragestellung gewesen, sagt BA-Direktor Joachim Martin zu dieser auf den ersten Blick seltsam anmutenden Mischung. Doch damit stellen Martin und sein Team die Berufsakademie zukunftsfest auf.

Die innovative Herangehensweise mit einem Lehrplan, der sogar "Persönlichkeitsentwickung" beinhaltet – welche Hochschule hat das schon? – trägt ihren Teil dazu bei, die Akademie attraktiv zu machen. Und das  wiederum hat positive Auswirkungen auf ganz Melle und die Region. Denn ihre Aufgabe ist ja vor allem, Fachkräfte für den hiesigen Markt auszubilden.


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