Fußball vereint Fan-Clubs Hand in Hand beim gemeinsamen Fest in Melle

Viel Spaß miteinander hatten die Vertreter verschiedener Fan-Clubs bei ihrer ersten gemeinsamen Party.    Der Fußball verband sie alle. Foto: Norbert WiegandViel Spaß miteinander hatten die Vertreter verschiedener Fan-Clubs bei ihrer ersten gemeinsamen Party. Der Fußball verband sie alle. Foto: Norbert Wiegand

Melle. Am spielfreien Wochenende der ersten und zweiten Bundesliga feierten die sonst rivalisierenden Fan-Clubs aus der Flächenstadt Melle ihr erstes gemeinsames Fußballfest.

Zur ersten Grönegauer Fan-Club-Party im Zelt gegenüber des Gasthofes „Bayrischer Hof“ kamen mehr als 100 eingeladene Anhänger der Fußballvereine Borussia Mönchengladbach, Bayern München, Werder Bremen, Schalke 04 und Hamburger SV.  

Die meisten Besucher trugen Trikots ihrer bevorzugten Clubs, sodass die verschiedenen Vereinsfarben rot, blau, königsblau, grün und weiß ein bunt gemischtes Bild abgaben. Die Fahnen und Banner der Fan-Clubs hingen schiedlich-friedlich nebeneinander an den Zelt-Innenwänden.

„Wir finden das eine sehr gute Idee, damit wir auch mal unter Beweis stellen, dass Fußballfans aus verschiedenen Richtungen auch miteinander und sogar in den eigenen Farben gemeinsam einen „bunten Abend“ feiern können“, erklärte Werner Meyer, der Pressewart des Clubs „Borussen-Metropole Grönegau BMG“.„Verstehen uns prächtig“

 „Das gemeinsame Feiern im Zelt macht besonders viel Spaß“, freute sich Marko Cordner von der Fan-Gemeinschaft „HSV Grönegau“. „Bei aller gesunden Rivalität, verstehen wir uns prächtig“, ergänzte „Kutte“ Dieckmann von den „Schalker Freunden Grönegau“. „Vielleicht können wir ein Beispiel für andere werden“, meinte Burkhard Lanfer vom Bayern-Fan-Club „Bavaria Riemsloh“.

Marco Thörner vom Club „Werders Echte“ wies darauf hin, dass sich das Gemeinsame keineswegs nur auf diesen einen Abend beschränkt: „Wir fahren zum Beispiel zusammen mit den Meller BMG-Fans zum Werder-Auswärtsspiel nach Mönchengladbach.“ Die Gladbach-Fans fahren wiederum zusammen mit „Bavaria Riemsloh“ zum Spiel ihrer Borussen nach München.

Schwarz-gelbe Trikots waren nur bei der Mannschaft hinter der Theke zu sehen, da es im Grönegau nach Angaben der Veranstalter keinen BVB-Fan-Club gibt. Der Arminia-Bielefeld-Fanclub war der Einladung nicht gefolgt, berichtete Ausrichter Burkhard Lanfer.

Zum Programm der Party mit DJ gehörten auch Präsentationen der vertretenen Fan-Clubs auf der Bühne. Die Auftritte wurden stimmungsvoll mit den jeweiligen Einlauf-Hymnen der Vereine eingeleitet. Die Fan-Club-Mitglieder kamen vereinsübergreifend und freundschaftlich bei Stadion-Wurst, Spießbratenbrötchen und kühlen Getränken ins Gespräch. Dabei wurde selbstverständlich nicht auf gegenseitige Frotzeleien und den ein oder anderen verbalen Seitenhieb verzichtet – aber immer fair und respektvoll.

Es seien ohnehin immer nur ganz kleine Minderheiten, die in den Stadien Randale anzettelten, waren sich die Meller Fans verschiedener Clubs einig. Sie wollen überlegen, ob die gemeinsame Fan-Club-Party im nächsten Jahr eine Neuauflage erleben soll.


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