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12.10.2019, 06:10 Uhr KOMMENTAR

Bauschutt im Wald in Buer: Zweifel sind berechtigt

Ein Kommentar von Kirsten Muck


Reste eines Kunststoffrohres im Wald in Düingdorf. Foto: Kirsten MuckReste eines Kunststoffrohres im Wald in Düingdorf. Foto: Kirsten Muck

Buer. Im Wald in Düingdorf liegen zwischen Erde und Steinen Reste von Bauschutt. Wie das Material dort hingekommen ist, scheint ein großes Mysterium zu sein. Die Beteiligten geben sich ahnungslos. Der gesunde Menschenverstand mahnt zu Zweifeln, meint unsere Kommentatorin.

Wissen der Besitzer der Fläche und der Fuhrunternehmer wirklich nicht, was da im Wald verfüllt wurde? Eigentlich sollte der Eigentümer doch wissen, was mit seinem Grundstück passiert. Er müsste ein großes Interesse an einem sorgsamen Umgang mit diesem wertvollen Gut haben. Erst recht, wenn es in einem Wasserschutzgebiet liegt. Und Unternehmer müssen sicherstellen, dass ihre Aufträge korrekt ausgeführt werden. Schließlich tragen sie dafür die Verantwortung. 

Nun hat die Stadt den Besitzer der Fläche verpflichtet, mittels Bodenproben nachzuweisen, dass das Material in der Senke in Ordnung ist. Da kann man auch gleich den Bock zum Gärtner machen. Warum haben Mitarbeiter der Stadt denn nicht selbst Bodenproben entnommen zur Beweissicherung? Wie kann die Stadt sicher sein, dass eingereichte Analysen auch tatsächlich von Proben auf diesem Grundstück stammen? Da sollte die Stadt am Ball bleiben, um herauszufinden, wer für diese Umweltsünde verantwortlich ist.


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