"Vielstimmig, vielfältig, vielseitig“ Klink-Radierung „70 Jahre Kreislandfrauen Melle" vorgestellt

Präsentation des Kunstwerkes im Grönegau-Museum mit (von links) Anke Kuddes, Jürgen Krämer, Charlotte Hageböke, Kathrin Möntmann, Ulrike Heitland, Reinhard Klink und Erdmute Wobker. Foto: Gabriele NiehausPräsentation des Kunstwerkes im Grönegau-Museum mit (von links) Anke Kuddes, Jürgen Krämer, Charlotte Hageböke, Kathrin Möntmann, Ulrike Heitland, Reinhard Klink und Erdmute Wobker. Foto: Gabriele Niehaus

Melle. „70 Jahre Kreislandfrauen Melle – Vielstimmig, vielfältig, vielseitig“ lautet der Titel einer Reinhard-Klink-Radierung, die der Verein Osnabrücker Land Kultur aus Anlass der 70-Jahr-Feier des Dachverbandes der Landfrauenvereine im Grönegau herausgegeben hat.

Die offizielle Vorstellung der in einer limitierten Auflage von 50 Exemplaren erschienenen Edition erfolgte jetzt im Kotten des Grönegau-Museums in Melle-Mitte. 

„Wir freuen uns sehr, dass Reinhard Klink zu diesem Jubiläum ein wunderbares Kunstwerk geschaffen hat“, erklärten Jürgen Krämer und Erdmute Wobker. Der Vorstandsvorsitzende und die Schatzmeisterin von Osnabrücker Land Kultur wiesen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der bekannte Osnabrücker Maler, Grafiker und Illustrator inzwischen die 18. Radierung mit einem Bezug zum Grönegau kreiert habe. Allein acht davon seien in den vergangenen beiden Jahren unter dem Dach von Osnabrücker Land Kultur entstanden. 

Verwurzelung mit der Heimat

Die Vorsitzende der Kreislandfrauen Melle, Kathrin Möntmann, ihre beiden Stellvertreterinnen Ulrike Heitland und Charlotte Hageböke sowie Anke Kuddes als Begleiterin des Projektes dankten zum einen den Herausgebern für deren Initiative, aus Anlass des Verbandsjubiläums eine Radierung herauszubringen; zum anderen aber auch Reinhard Klink für dessen Bereitschaft, das Kunstwerk zu realisieren. „Dem Künstler ist es vortrefflich gelungen, visuell das aufzuzeigen, für das die Landfrauen standen und stehen. Ihm ist dabei ein interessanter Brückenschlag zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart mit einem Ausblick in die Zukunft gelungen.“

Landfrauen zeichnen sich durch Bodenhaftung und durch eine enge Verwurzelung mit ihrer Heimat aus. So kam es nicht von ungefähr, dass Reinhard Klink diesem Aspekt ein besonderes Augenmerk schenkte – und zwar in Form eines knorrigen Laubbaumes, der mit mächtigen Wurzeln fest im Erdreich verankert ist. Auf dem kräftigen Stamm dieses Baumes thront eine große Krone. Aus ihr erwachsen symbolische Elemente, die mit Landfrauen in enger Verbindung stehen – darunter eine Erntekrone, Früchte des Gartens und des Feldes und nicht zuletzt Waben, die einem Bienenvolk als Heimstatt dienen. Und da die Landfrauen bekanntlich fleißig wie die Bienen sind, versäumte es Reinhard Klink nicht, auch einige dieser Insekten in sein Kunstwerk zu integrieren.

Ist der linke Teil des Bildes der Vergangenheit gewidmet, mit einer melkenden Bäuerin als kleinem Blickfang, so vollzieht der Künstler im Zuge der weiteren Bildgestaltung einen interessanten Übergang in die Gegenwart. Mit einer gebogenen Ähre gelingt Reinhard Klink ein eindrucksvoller Brückenschlag vom Einst zum Jetzt – mit Landfrauen, die aus der Vergangenheit durch die Gegenwart in die Zukunft schreiten. 

Ein Symbol dafür, dass sich die Landfrauenarbeit kontinuierlich weiterentwickelt: Standen früher Aufgaben wie Kochen, Backen, Gartenarbeit und Kühemelken im Blickpunkt des Geschehens, so hat inzwischen das digitale Zeitalter Einzug in das Leben der Landfrauen gehalten. Sinnbildlich für diesen Aspekt steht ein Laptop, der am rechten Bildrand zu sehen ist. Dass der Jubiläumsverband offen für Neues und der Zukunft zugewandt ist, verdeutlicht eine Landfrau, die – auf einer Leiter stehend – durch ein Fernrohr bevorstehende Zeiten in den Fokus nimmt.

Die Radierung ist ab sofort im Atelier am Markt in Melle und in der Geschäftsstelle des Vereins Osnabrücker Land Kultur nach vorheriger Terminabsprache unter der Telefonnummer 05422/7039063 erhältlich. 


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