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08.10.2019, 16:44 Uhr KOMMENTAR

Das Jugendpavillon-Dilemma in Melle-Neuenkirchen

Ein Kommentar von Michael Hengehold


Die Tür zum Jugendpavillon in Neuenkirchen ist derzeit verschlossen. Foto: Michael HengeholdDie Tür zum Jugendpavillon in Neuenkirchen ist derzeit verschlossen. Foto: Michael Hengehold

Neuenkirchen. In Neuenkirchen erfährt die Besucherfrequenz im Jugendpavillon nicht zum ersten Mal eine Delle. Dieses Mal könnte sie aber weitere Auswirkungen haben, befürchtet unser Kommentator.

Dass der Nachwuchs derzeit nicht zum angestammten Treffpunkt strömt und den Jugendpavillon zum Pavillon degradiert, wird in Neuenkirchen mit der gebotenen Gelassenheit gesehen. Gut so. Der Trägerverein ruht weithin, überlegt aber intern, wie für die Zukunft mit der Situation umzugehen ist, Ortsbürgermeister und Schulleitung haben ebenfalls ein Auge darauf.

Festzuhalten bleibt jedenfalls, dass es im Ort keinen Ärger gibt, keine Schmierereien oder Gelage, kein Müll, keine Sachbeschädigungen. Mit anderen Worten: derzeit funktioniert es auch so.

Das Dilemma indes verbirgt sich an anderer Stelle: Um den Pavillon wieder attraktiv zu gestalten, müsste er neu gebaut werden, das wäre eine Aufgabe der Stadt. Neuenkirchen hat aber aktuell schlechte Argumente für eine solche Ausgabe, wenn die Jugendlichen ausbleiben.

Und weil die Jugendarbeit in Melle 2024 umgestellt wird, und der Trägerverein dann nicht mehr selber entscheiden kann, ist es gar nicht mal unwahrscheinlich, dass vorher nichts mehr passiert.


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