Kulturherbst: Geistliches Konzert Madrigalchor und Kirchenchor singen gemeinsam in Melle

Beim Weihnachtskonzert 2018 in der Kirche St. Josef Hasbergen agierten beide Chöre bereits gemeinsam. Foto: MadrigalchorBeim Weihnachtskonzert 2018 in der Kirche St. Josef Hasbergen agierten beide Chöre bereits gemeinsam. Foto: Madrigalchor

Melle. Ein geistliches Konzert unter dem Titel „Laudate dominum – Lobet den Herrn“ wird am Sonntag, 13. Oktober, ab 17 Uhr in der Matthäuskirche in Melle-Mitte aufgeführt. Der Meller Madrigalchor hat sich dazu mit dem Kirchenchor St. Josef Hasbergen zusammengetan und ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.

Der Bogen der Stücke spannt sich vom 13. Jahrhundert bis in die Neuzeit. Die Komponisten sind teils anonym, teils eher unbekannt, andere haben große Namen wie Palestrina, Schütz, Mozart, Mendelssohn. 

Passend zum Erntedankfest, das dann eine Woche zurück liegt, wird mit einem brasilianischen Lied des Segens der Erde, des Weizens und des Brotes gedacht. Der Erntedank ist für die Chöre auch Anlass, den Herrn auf vielfältige Weise zu loben. Dem hebräischen Ruf „Halleluja – Preiset Gott“ kommt dabei eine besondere Rolle zu. Sehr bekannt ist Neanders schlichtes und eingängiges „Lobe den Herren“. Aber nicht nur auf Deutsch wird das Lob Gottes dargebracht, sondern auch lateinisch mit Mozarts bekanntem „Laudate dominum“.

Samba-Rhythmen und fromme Grundhaltung

In Anlehnung an den 96. Psalm – „Singet dem Herrn ein neues Lied“ – hat es im Laufe der Zeit unzählige Vertonungen gegeben, viele auf Deutsch. Noch mehr, dem Brauch der Kirche folgend, auf Latein – „Cantate domino canticum novum“. Eine besonders reizvolle ist das brasilianische „Cantai ao senhor“, dessen exotische Inbrunst unmittelbar anspricht. Und auch wenn sich, in einer weiteren Version, die Freude in modernen Samba-Rhythmen ausdrückt, tut das der frommen Grundhaltung keinen Abbruch.Nach so viel Gotteslob ...

Nach so viel Gotteslob tragen die Chöre im Gebet dem Herrn eine Herzensbitte vor. Die Form dazu gibt Luther mit seiner Anrufung „Verleih uns Frieden gnädiglich“ vor. Es ist ein altes Lied, aus dem Jahre 1529, das auf einen noch viel älteren Hymnus zurückgeht. Mendelssohn hat diese Bitte in einen wundervollen Choral gesetzt. Der Widerspruch, um Frieden zu bitten und gleichzeitig Gott für die Menschen streiten zu lassen löst sich ja auf in dem anderen Luther-Vers „Mit unserer Macht ist nichts getan“.

Der Meller Madrigalchor und der Kirchenchor St. Josef Hasbergen haben das Programm unter der Führung ihres gemeinsamen Chorleiters Nicolai Strauch einstudiert. Dieser hat auch die kontrastreiche Wechselbeziehung zwischen den verschiedenen Stücken heraus gearbeitet, und ihm obliegt die Gesamtleitung des Konzerts. Die Sänger werden unterstützt von einem Instrumentalensemble.

Der Eintritt ist frei, eine Spende zur Kostendeckung wird dankbar angenommen.

Das Konzert wird am Sonntag, dem 20. Oktober 2019, um 17.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Josef in Hasbergen wiederholt. 


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