Wenig Äpfel, aber viele Alttraktoren Viel Spaß und Geselligkeit beim Apfelfest in Riemsloh

Im mittelalterlichen Schwertkampf maßen sich „Der Wikinger“ und „Mephi von Stoteles“. Foto: Norbert WiegandIm mittelalterlichen Schwertkampf maßen sich „Der Wikinger“ und „Mephi von Stoteles“. Foto: Norbert Wiegand

Riemsloh. Es gab zwar deutlich weniger Äpfel als in den Vorjahren, aber beim Hoyeler Apfelfest herrschte am Sonntag dennoch reges Treiben.

Dafür sorgten trotz ungemütlicher, windiger und kalter Witterung die zahlreichen Aktivitäten, die Stände und das unterhaltsame Programm, das der Verein Dorfleben Hoyel mit Unterstützung der evangelisch-lutherischen Gemeinde rund um die Kirche auf die Beine gestellt hatte. Als unerwarteter Anziehungspunkt für die mehr als 350 Besucher erwies sich die Alttraktoren-Ausstellung mit einem Geschicklichkeitsparcour für Treckerfahrer auf einer benachbarten Wiese.

 Geschicklichkeitsparcour   

Dort hatten Martin Petering und Udo Schultz acht Stationen mit besonderen Anforderungen eingerichtet. Es ging unter anderem darum, Reifen zu ziehen, blind zu fahren, gegen eine Latte zu lenken und Gummistiefel so weit wie möglich zu werfen. Herausfordernd war vor allem die Aufgabe, mit einer an den Traktor angeschlossenen Seilwinde möglichst genau drei Liter Wasser aus einer Gießkanne auszugießen. Der Höhepunkt war das Öffnen einer Bierflasche mit dem hinteren Treckerreifen. Dazu musste der fest aufgesetzte Flaschenöffner ganz präzise und langsam mit dem Reifenprofil betätigt werden.

Streichellust weckte das namenlose Pony von Sandra Hunneshagen auch bei den Erwachsenen, die sich selbst als die letzten Heuler (abgeleitet von Hoyeler) bezeichneten. Foto: Norbert Wiegand

Für einen weiteren Höhepunkt sorgten wieder die „Hoyeler Recken“, die mit ihren Zelten, Feuerstellen, Schatztruhe, Katapult, Schwertkampf-Vorführungen und rauen Reden eine mittelalterliche Stimmung im Schatten der Antoniuskirche verbreiteten. Ein Hingucker war das hübsche und erstaunlich zutrauliche Pony, für das Sandra Hunneshagen noch einen Namen suchte. Nicht nur die Kinder, sondern auch Erwachsene konnten sich kaum verkneifen, das freundliche Tier zu streicheln.

Waffeln und Pulled Pork

Von einer improvisierten Bühne gab Gerhard Boßmann, der Vorsitzende des Vereins Dorfleben Hoyel, die Sieger des Fotowettbewerbes der Planerwerkstatt bekannt: Unter dem Titel „Freizeit in Riemsloh“ gewann Willi Reckers mit einem Actionfoto von der Boulebahn den ersten Preis. Kevin Kleimeyer kam mit seinem stimmungsvollen Alttraktorenfoto auf den zweiten Platz, gefolgt von den von Samira Salmon fotografierten Hunden im Bodennebel.

An den Ständen gab es Honig von einer heimischen Imkerin, Selbstgemachtes aus Holz, Wärmendes für den Winter und einheimische Keramik. Als Leckereien wurden in Schokolade getauchte Äpfel, Waffeln, Bratwurst, „Pulled Pork“ und kühle Getränke sowie Kaffee und selbst gebackene Kuchen im Gemeindehaus angeboten. Die Solidarische Landwirtschaft Hoyel hatte einen Marktstand mit frisch geerntetem Bio-Gemüse aufgebaut und informierte über ihr Konzept.

Geringe Erntemengen: Dieses Jahr gab es keinen Ansturm auf die mobile Apfelpresse. Foto: Norbert Wiegand

Ein Erntedankgottesdienst im Zelt hatte das Apfelfest am späten Vormittag eingeleitet. Angesichts einer überall geringen Apfelernte konnte die mobile Saftpresse aber schon am frühen Nachmittag wieder abgebaut werden. Allerlei musikalische Darbietungen begleiteten die bis zum frühen Abend andauernde Veranstaltung mit Dorffestcharakter.

Hochklassige Gypsy-Musik präsentierten Monika Weigelt, Dieter Knappe und Bernd Kleist vom Trio Himmelblau im Zelt. Westafrikanische Klänge auf die Außenbühne brachte Anna Colley, die aus der Grenzregion von Gambia und Senegal stammt und jetzt in Hoyel lebt. Joe Killian spielte auf der Gitarre und die „Kanzelschweinchen“, die Jugendband der ev. Kirchengemeinde, zeigten einen überzeugenden Auftritt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN