Weniger Äpfel wegen Trockenheit Süßer Saft und Sonnenschein beim Apfelfest in Wellingholzhausen

Die Saft-Tester Linus (links) und Benno haben es sich mit dem kleinen Oskar im Strohbett gemütlich gemacht.
Foto: Christina WiesmannDie Saft-Tester Linus (links) und Benno haben es sich mit dem kleinen Oskar im Strohbett gemütlich gemacht. Foto: Christina Wiesmann

Wellingholzhausen. Urig-gemütliches Ambiente und herbstlicher Zauber: Das 3. Apfelfest in Kerßenbrock, organisiert von der örtlichen Apfelfest-Gemeinschaft, lockte am Samstag Besucher von nah und fern auf den Hof Mönter.

Fünf Tonnen Äpfel warteten darauf, in der mobilen Saftpresse zu Saft verarbeitet zu werden. „In diesem Jahr gab es ja wegen der Trockenheit bei uns vor Ort nur wenig Äpfel“, verriet Ulrike Heitland von der Apfelfest-Gemeinschaft Kerßenbrock, „wir haben überall nachgefragt, ob wir noch Äpfel bekommen können, denn im vergangenen Jahr hatten wir knapp acht Tonnen gesammelt.“

Trester für die Tiere

So kam dann noch eine ansehnliche Menge an Früchten zusammen. Und der Saft, der nach dem Pressen steril und noch warm in die entsprechenden Verpackungen wanderte, konnte von den Besuchern preisgünstig erworben werden. Weiterer Vorteil, den der Saft „Made in Kerßenbrock“ mitbringt: Der nach dem Pressen übrig gebliebene Trester landet in den Futtertrögen der Tiere vor Ort.

Der Trester, der beim Saftpressen übrig bleibt, wird als Tierfutter genutzt. Foto: Christina Wiesmann

Das Pressen des Saftes verfolgten einige gespannt vor Ort. Andere kosteten den süßen Saft lieber direkt. So auch Linus und Benno, die es sich mit dem kleinen Oskar im Strohbett gemütlich gemacht hatten. „Schmeckt lecker. Der beste Saft überhaupt“, resümierte Benno strahlend.

Für die kleinen Besucher gab es neben dem leckeren Saft noch allerhand mehr zu entdecken. Neben einer Hüpfburg lockten der „fliegende Teppich“ auf dem Acker und Ponyreiten auf der Wiese. Zudem gab es eine Bastelecke und eine Station, an der Insektenhotels gefertigt werden konnten. „Die Materialien dafür haben wir zum Teil selbst gesammelt und hergestellt“, unterstrich Ulrike Heitland das Engagement der Kerßenbrocker.

Ein Spaß für die Kleinsten war das Ponyreiten. Foto: Christina Wiesmann

Spende für die Heimatkapelle

Apropos Engagement: Die Organisatoren überreichten der Jugendkapelle Wellingholzhausen, die das Fest musikalisch bereicherte, einen Gutschein in Höhe von 1000 Euro. Das Geld kann der Nachwuchs der beliebten Heimatkapelle aus dem Beutlingsdorf jetzt nach Bedarf in Materialien und Instrumente investieren.

Über eine Unterstützung in Höhe von 1000 Euro freute sich die Jugendkapelle Wellingholzhausen. Foto: Madlen Zacharias

„Es bleiben beim Apfelfest und von unserem Schnatgang immer ein paar Euros übrig, die wir gern weitergeben möchten“, betonte Ulrike Heitland. Die Wahl sei bei den Organisatoren auf die Jugendkapelle gefallen. Denn: „Musik macht Spaß und wir wollen ein bisschen in die Jugend investieren“, so Heitland weiter.

Mit viel Tatkraft, Herzlichkeit und guten Ideen überzeugte das Apfelfest auch in diesem Jahr wieder große und kleine Besucher. Selbst gemachte Kuchen, Torten und Marmeladen punkteten bei allen ebenso wie die herbstlich-bäuerliche Deko, die mit Liebe zum Detail aus dem Apfelfest ein wahres Schmankerl macht. Dass sich das urige Fest in den nächsten Jahren noch weiter etablieren wird, dürfte deshalb klar sein.

Zum Kerßenbrocker Apfelfest gehören natürlich verschiedene Sorten der beliebten Frucht. Foto: Christina Wiesmann


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