Vom Holz in die Welt des Stahls Blick hinter die Kulissen: Schüler in Meller Firmen

Die Schüler bei Assmann Büromöbel. Das Selbstverständnis dort: „Wir sind kein Konzern, sondern ein nachhaltiges Familienunternehmen“. Foto: IAVDie Schüler bei Assmann Büromöbel. Das Selbstverständnis dort: „Wir sind kein Konzern, sondern ein nachhaltiges Familienunternehmen“. Foto: IAV

Melle. 28 Schüler haben an „Blick hinter die Kulissen“ teilgenommen, um sich näher über Ausbildungsmöglichkeiten in ihrer unmittelbaren Umgebung zu informieren und mit Personalverantwortlichen von Unternehmen in und um Melle ins Gespräch zu kommen.

Nach der Schule ist vor der beruflichen Karriere – und gerade der Ernst des Lebens sollte Spaß machen. Deshalb haben sich Argelith (Bad Essen), Assmann Büromöbel (Melle), Autohaus Weitkamp (Stemwede/Lübbecke), Heinz Schwarz (Preußisch Oldendorf), Kesseböhmer (Bad Essen), Schomäcker (Melle) und VLO Bus (Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück mit Sitz in Bohmte) zusammengeschlossen, um  Schülern ab der Jahrgangsstufe 9 einen „Blick hinter die Kulissen“ zu ermöglichen. Der Industrielle Arbeitgeberverband Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim (IAV) organisiert das Projekt gemeinsam mit den beteiligten Firmen, damit sich die jungen Nachwuchskräfte von morgen ein besseres Bild von ihrem Traumberuf sowie den Ausbildungschancen machen können.  

Schnitzer kann man auch mal ausgleichen

„Blick hinter die Kulissen“ sind drei begleitete Bustouren zu den Unternehmen. Erster Halt in Melle war Assmann in Westerhausen. Anschaulich führte Personalleiter Alexander Epping die Teilnehmer in die 80-jährige Unternehmensgeschichte ein und informierte über das breit gefächerte Ausbildungsangebot. „Gute Noten sind bei der Bewerberauswahl natürlich sehr wichtig“, erklärte Epping den Jugendlichen. „Aber mit herausragenden Bewerbungsanschreiben oder guten Eindrücken kann man den einen oder anderen Schnitzer auch einmal ausgleichen. Man muss einfach bei uns reinpassen, denn das Miteinander steht bei uns im Vordergrund“, führte er weiter aus und wies auf die noch offenen Ausbildungsstellen für 2020 hin.  

Danach ging es ausgerüstet mit Warnwesten und Headsets für die Teilnehmer in die Produktion. „Jede Minute gehen ein fertiger Tisch und ein fertiger Schrank vom Band“, erläuterte Jannik Bartels, Industrial Engineer. Stark beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer von den Roboterarmen, die eigenständig Möbel zusammenbauen. „Ich könnte mir gut vorstellen, hier zu arbeiten“, merkte eine Teilnehmerin beim Rundgang an und schwärmte nebenbei vom Holzgeruch.

Vom Holz zum Stahl: Der zweite Halt führte die Schüler zu Schomäcker in Altenmelle und ließ sie dort in die Welt von Parabelfedern, Parabel- und Stabilenkern und Trapezfedern für Nutzfahrzeuge eintauchen. Personalleiterin Sandra Lucas-Adler stellte gemeinsam mit ihrem Team die Ausbildungsmöglichkeiten vor. „Unsere Auszubildenden werden hier stark unterstützt. Neben guten Verdienstchancen bieten wir auch weitere interessante Leistungen wie zum Beispiel Auslandsaufenthalte an“, merkte Lucas-Adler an.

Foto: IAV

In Kleingruppen aufgeteilt zeigten die Teilnehmer bei der Besichtigung Respekt vor dem heißen Stahl. Ofen, Walze, Presse, Wiegen, Messen – anschaulich wurden die einzelnen Prozessabläufe erläutert. Eine Spindelmaschine zog den Nachwuchs intensiv in den Bann. Sie ließ beim Fräsen des Stahls bunte Späne fliegen. „Ich möchte hier unbedingt ein Praktikum machen“, äußerte sich ein Teilnehmer nach dem Rundgang und erkundigt sich nach dem Bewerbungsverfahren.

IAV-Bildungsreferentin Bernadette Grabowski, die die Tour begleitete, freute sich über den diesjährigen Erfolg von „Blick hinter die Kulissen“. „Das Projekt hat sich als Instrument bewährt, um erfolgreich zur beruflichen Orientierung junger Menschen beizutragen.“

Foto: IAV


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