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02.10.2019, 14:17 Uhr KOMMENTAR

Grünen-Antrag zur Meller Sporthalle ist nicht zielführend

Ein Kommentar von Michael Hengehold


Die Meller Jahnsporthalle hat ihre besten Tage längst hinter sich. Eine Ausweichmöglichkeit bietet sich dem Gymnasium in der zu bauenden Sporthalle. Foto: Michael HengeholdDie Meller Jahnsporthalle hat ihre besten Tage längst hinter sich. Eine Ausweichmöglichkeit bietet sich dem Gymnasium in der zu bauenden Sporthalle. Foto: Michael Hengehold

Melle. Sportanlagen kommt in unserer zunehmend bewegungsarmen Zeit eine immer größere Bedeutung zu. Da ist es nicht sinnvoll, fünf Millionen Euro für etwas bereit zustellen, dass acht kostet, wie die Grünen es wollten, meint unser Kommentator.

Drei- bis Fünfjährige verbringen bereits 74 Minuten täglich mit Bildschirmmedien. Seit 2016 ist die Medienzeit dieser Altersgruppe um 25 Prozent gestiegen. Und das ist sicherlich nicht das Ende der Fahnenstange – weder in dieser Altersgruppe, noch darüber.

Um so wichtiger ist es, dass die öffentliche Hand gegensteuert; nicht direktiv, sondern durch Angebote, indem sie Möglichkeiten schafft.

Sportanlagen sind dabei der wesentlichste Baustein. Seien es Turnhallen, seien es Skateanlagen.

Der Landkreis erledigt mit dem Bau der neuen Sporthalle in Melle seine Hausaufgaben tiptop. Immerhin 3600 Schüler besuchen Meller Schulen in seiner Trägerschaft.

Dass die Grünen den Betrag auf fünf Millionen deckeln wollten, ist sicher nicht ihrer Abneigung gegen Sportstätten entsprungen, sondern dem Wunsch nach Haushaltsdisziplin. Die ist immer wünschenswert, aber halbe Sachen helfen niemanden weiter. Wenn etwas acht Millionen kostet, ist es nicht zielführend zu sagen: Gut, dann geben wir fünf. 


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