Über Stock und Stein durchs Gelände Parforcejagd führt 18 Kilometer um Schloss Gesmold

Gegen Hindernisse und das feuchte Wetter kämpften die Parforcereiter an. Foto: Albert SutmöllerGegen Hindernisse und das feuchte Wetter kämpften die Parforcereiter an. Foto: Albert Sutmöller

Gesmold. Das beeindruckende Schauspiel der großen Reitjagd um Schloss Gesmold und die Nemdener Ledenburg wollten sich am Sonntagnachmittag viele Schaulustige nicht entgehen lassen.

So gab es neben den Pferdefreunden auf dem Schlosshof in Gesmold und im Gelände auch zahlreiche Zuschauer, die einfach das seltene Ereignis entlang der Strecke verfolgen wollten. Der Schleppenleger der Niedersachsenmeute hatte an seinem Sattel einen Behälter befestigt, aus dem das Anisgemisch tropfte, das während des Ritts die Fährte für die 24 Jagdhunde bildete.  

Durch das Tor kamen die Reiter und Hunde der Niedersachsenmeute auf den Gesmolder Schlosshof. Foto: Norbert Wiegand

Nach dem Startsignal folgten die Foxhounds der Fährte mit großer Geschwindigkeit. Den Hundekoppeln folgten dann die Reiter und Amazonen. Es ging auf einer sportlichen Strecke von 18 Kilometern über Gräben, Stock und Stein und einige aufgebaute Hindernisse, die alle umritten werden konnten. An der Ledenburg gab es beim Zwischenhalali eine Verschnaufpause für Pferde, Reiter und Hunde. Die letzte Aufgabe vor der Rückkehr zum Schloss Gesmold war das Durchreiten der Else.

Jagdhornbläser

Die drei Reiterfelder wurden von Peter Sobotta, Rainer Oberniehaus (1. Feld), Monika Fiegert, Mareen Beinker (2. Feld), Britta Osterheider und Bernd Pabst (3. Feld) angeführt. Als „Lumpensammlerinnen“ setzte sich Manuela Dröge und Patricia Auf dem Kampe ans Ende der Jagdgesellschaft.

Vor dem Start und umrahmt von Klängen der Meller Jagdhornbläser hatte Philipp Freiherr von Hammerstein als Jagdherr zu Pferd die renommierte Niedersachsenmeute begrüßt. Seinen Dank richtete er an alle Helfer und Organisatoren sowie Feuerwehr und DRK. Besonders gefiel dem jungen Freiherrn das außergewöhnliche Datum 29.9.19 der Hubertusjagd.

Umgeben von Reitern und Pferden warteten die Foxhounds auf den Beginn der Jagd. Foto: Norbert Wiegand

Master Leonard von Schultzendorff betonte, dass die Niedersachsenmeute auf ihrer Reise durch Niedersachsen und Westfalen gerne zum vierten Mal in Gesmold Station mache. Die Präparierung der Strecke lag in den Händen des Reitvereins Melle-Gesmold. „Wir empfnden es als Privileg, hier Gast zu sein und als Ausrichter die Ländereien nutzen zu dürfen“, erklärte die RV-Vorsitzende Barabara Wurdack. Bei der Niedersachsenmeute handele es sich um die „beste, bedeutendste und schnellste Meute weit und breit“, ergänzte Philipp Freiherr zu Hammerstein.

Die Jagd am Sonntag war die insgesamt 61. Hubertusjagd auf Schloss Gesmold seit der Begründung durch Philipps Großvater Ludwig von Hammerstein. Bis vor vier Jahren wurde die Reitjagd 30 Jahre lang von Hans-Adam Freiherr von Hammerstein mit der Warendorfer Meute und deren Master Willi Rehr durchgeführt.


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