Urkunden überreicht St. Bartholomäus und St. Petrus sind „Faire Gemeinden“

Der Vorsitzender der bischöflichen Kommission für Mission, Entwicklung und Frieden, Hubert Hoffmann, überreichte die Urkunden "Faire Gemeinde" an die Vorsitzenden des gemeinsamen Pfarrgemeinderats, Monika Strubberg und Jörg Arndt (von links). Foto: Amelie WesslerDer Vorsitzender der bischöflichen Kommission für Mission, Entwicklung und Frieden, Hubert Hoffmann, überreichte die Urkunden "Faire Gemeinde" an die Vorsitzenden des gemeinsamen Pfarrgemeinderats, Monika Strubberg und Jörg Arndt (von links). Foto: Amelie Wessler

Melle. In einem besonders gestalteten Gottesdienst unter Beteiligung der Chorgemeinschaft wurden am Wochenende die katholischen Kirchengemeinden in Gesmold und Wellingholzhausen als „Faire Gemeinde“ zertifiziert.

Hubert Hoffmann, Vorsitzender der Bischöflichen Kommission für Mission, Entwicklung und Frieden, überreichte die Urkunden an die Vorsitzenden des gemeinsamen Pfarrgemeinderats, Monika Strubberg und Jörg Arndt.

 „Wir wollten, dass die Themen Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung aus den Nischen der Gemeinden herauskommen“, erklärte Hoffmann. Wichtig für ihn ist, dass die Menschen eines begreifen: „Umweltschutz und Gerechtigkeit gehören eng zusammen.“ Jede Gemeinde entscheidet durch ihren Einkauf und ihr Umweltverhalten mit darüber, welche Produkte wie hergestellt werden und nimmt so darauf Einfluss, ob die Produzenten in den südlichen Ländern einen fairen Preis erhalten und bei der Produktion auf Umweltschutz achten können.

Beiträge zum Schutz der Umwelt

Die beiden Kirchengemeinden verpflichten sich mit dem Kauf- und Konsumverhalten in ihren Pfarreien und den dazu gehörenden Einrichtungen wichtige Beiträge zum Schutz der Umwelt und für gerechtere globale Lebensbedingungen zu leisten. Die beiden Kirchengemeinden verpflichten sich unter anderem folgende Kriterien zu erfüllen: Faire Verköstigungen bei Veranstaltungen, faire Geschenke bei Verabschiedungen, Jubiläen. Dazu zählen Präsentkörbe und Produkte aus fairem Handel, Vermeidung von Einweggeschirr und Einwegflaschen, Umsetzung von Energiesparmaßnahmen, wie zum Beispielenergiesparende Leuchtmittel, Einsatz regional und biologisch erzeugter Produkte; Verwendung von Recyclingpapier und Nutzung von Ökostrom.

Im Anschluss an den Gottesdienst ließen sich rund 100 Personen ins Canisisuheim einladen. Dort berichteten die regionalen Anbieter Gabi Mörixmann aus Gesmold und Matthias Wulbusch aus Welling über die Art und Weise ihrer Produktion und regionale Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Außerdem präsentierte der Eine-Welt-Laden seine Angebote. Ein faires gemeinsames Mittagessen rundete die Feier ab.


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