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27.09.2019, 13:12 Uhr KOMMENTAR

Skatepark: Starke und schwache Signale in Melle

Ein Kommentar von Michael Hengehold


Ist Geschichte: die alte Skateanlage am Grönegaubad. Foto: Michael HengeholdIst Geschichte: die alte Skateanlage am Grönegaubad. Foto: Michael Hengehold
Michael Hengehold

Melle. Zwei Sorten Signale wurden im Bildungs- und Sportausschuss am Donnerstagabend in Melle ausgesandt. Ein starkes und ein schwaches, findet unser Kommentator.

Ein starkes Signal ausgesendet hat im Bildungsausschuss Heiko Grube. Der Christdemokrat stimmte mit Grünen und UWG – gegen seine Fraktion; wollte in Sachen Skatepark-Neubau Skatern, BMX-ern, Scooter- und Inlinerfahrern die große Lösung ermöglichen.

Jedoch war der Rest der CDU-Fraktion und waren auch die Sozialdemokraten nicht dafür zu gewinnen, auf 120.000 Euro 200.000 draufzusatteln. Das ist eine ungeheure Menge Geld und mithin sehr starke Steigerung und deshalb ist es völlig legitim, hier Haushaltsdisziplin zu wahren. Auch wenn dabei das Argument, dass für etwa 20 Jahre gebaut würde, kaum Beachtung fand.

Natürlich ist es mit einem bestimmten Mehraufwand möglich, die Anlage bei Bedarf zu erweitern. Allerdings hat Planer Ingo Naschold erklärt, dass er es noch nie erlebt habe, dass so etwas nachträglich geschieht.

In diesem Punkt ist das Signal, dass CDU und SPD mit ihrer Entscheidung aussenden, schwach. Beide Fraktionen betonten lediglich die Möglichkeit, nachzurüsten. Stärker wäre es gewesen, die feste Absicht zu erklären. Konkret zu sagen, wir bleiben am Ball, verteilen die Kosten über einige Jahre auf mehrere Haushalte und haben dann irgendwann eine top Anlage in der Sportstadt Melle.


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