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26.09.2019, 17:05 Uhr FINDLINGE ALS LEBENSRAUM FÜR WILDBIENEN

Mehr Artenschutz in Melle: Großartig

Ein Kommentar von Simone Grawe


Dieter Huntebrinker, Arend Holzgräfe und Manfred Baute (von links) begutachten die aufgeschichteten Findlinge auf dem Bueraner Friedhof. Foto: Volker TiemeyerDieter Huntebrinker, Arend Holzgräfe und Manfred Baute (von links) begutachten die aufgeschichteten Findlinge auf dem Bueraner Friedhof. Foto: Volker Tiemeyer

Melle. Auf dem Friedhof in Buer legen tonnenschwere Findlinge den Grundstein für ein Projekt zum Schutz der Wildbienen. Ein bislang einzigartiges, aber großartiges Projekt, findet unsere Kommentatorin.

Den achtsamen Blicken von Vogelkundlern entgeht wenig. Gut so, denn ansonsten wären die markanten Steine, die auf der Baustelle des neuen Baugebietes "An der blanken Mühle" zu Tage gefördert wurden, wohl unvermittelt auf einer Steinbrechanlage gelandet.

Zum Glück hat die Stiftung für Ornithologie und Naturschutz aber die wichtige Bedeutung der Findlinge erkannt, die nun für das Projekt "Artenschutz im ländlichen Siedlungsraum" Verwendung finden. 200.000 Jahre altes eiszeitliches Geschiebe bieten in der Gegenwart den Grundstein für einen neuen Lebensraum von Wildbienen. Deren Stellenwert kann gar nicht hoch genug bewertet werden.

70 Prozent der 124 wichtigsten Nutzpflanzen weltweit sind auf die Bestäubung angewiesen. In Europa sind es sogar 84 Prozent. Bienen sind fleißig, intelligent und unersetzlich. Insofern leistet das Projekt der SON einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Wildbienen und somit für eine Artenvielfalt. Bislang einzigartig, aber großartig.


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