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25.09.2019, 16:18 Uhr KOMMENTAR

Obdachlose finden in Melle keine Wohnung

Ein Kommentar von Kirsten Muck


Zwei Obdachlose spielen in einer Notunterkunft eine Partie Mühle. Foto: Michael GründelZwei Obdachlose spielen in einer Notunterkunft eine Partie Mühle. Foto: Michael Gründel

Melle. Die Notunterkunft für Wohnungslose in Melle ist inzwischen mehr als nur eine Notunterkunft. Deshalb ist eine Sanierung des Gebäudes oder ein Umzug in andere Räumlichkeiten dringender denn je, meint unsere Kommentatorin.

Auf einem angespannten Wohnungsmarkt haben die Schwächsten in unserer Gesellschaft keine Chance. Und dazu zählen obdachlose Menschen. Deshalb werden aus Notunterkünften wie der an der Neuenkirchener Straße dauerhafte Lösungen. Wo sollen die Wohnungslosen auch hin? In geregelte Mietverhältnisse schaffen es die allerwenigsten. Kleine bezahlbare Wohnungen sind Mangelware. Und Vermieter hegen so manches Vorurteil gegenüber Obdachlosen.

Deshalb ist der Druck, den die Politiker im Sozialausschuss nun gegenüber der Verwaltung der Stadt aufbauen, auch dringend nötig. Die Notunterkunft muss auf die Prioritätenliste des Gebäudemanagement, damit nicht nur notdürftige Reparaturen durchgeführt werden, sondern eine grundsätzliche Lösung für das Problem gefunden wird. 


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