Auf Entdeckungstour durch den Wald Abschluss der Waldjugendspiele in der Grönenbergschule Melle

Mit etwas Respekt näherten sich Lisa (8) und Engen (9) dem lebensecht wirkenden Fuchs. Foto: Norbert WiegandMit etwas Respekt näherten sich Lisa (8) und Engen (9) dem lebensecht wirkenden Fuchs. Foto: Norbert Wiegand

Melle. 120 Drittklässler aus fünf Klassen unternahmen Entdeckungsreisen durch den Meller Wald. Denn die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) lud auch in diesem Jahr zu den Waldjugendspielen ein, die in dieser Woche mit Aktionen des Meller Jägermobils in der Grönenbergschule abgeschlossen werden.

Die Schüler der Grönenbergschule waren wieder in Kleingruppen der Natur des Waldes und des Waldrandes auf der Spur. An den neun Stationen lernten sie nicht nur Bäume, Früchte, Vögel und Säugetiere kennen. Sie beschäftigten sich außerdem auch mit Waldarbeitergeräten, Spuren und Zeichen. Dabei stand an vielen Stationen das Anfassen und direkte Erleben im Vordergrund, wie etwa das Ertasten von Früchten. 

Aber auch der allgemeine Umweltschutz spielte eine Rolle, dabei ging es besonders um die korrekte Entsorgung von Müll, der im Wald achtlos hinterlassen wird. „Mit unserem Angebot wollen wir die Schüler mit dem Wald vertraut machen und für Umweltprobleme sensibilisieren“, erklärte die Meller SDW-Sprecherin Regine Herchen. An allen Stationen konnten die Gruppen Punkte sammeln.

Die Kaninchen hatten es Alise (8) und Greta (8) angetan. Foto: Norbert Wiegand

„Die meisten Punkte holte die Mäusegruppe der 3b, von der sich jeder Schüler und jede Schülerin dafür einen zusätzlichen Preis aus der Grabbelkiste aussuchen konnte“, berichtete Lehrerin Maria Landwehr. Alle Teilnehmer bekamen zwei kindgerecht aufgemachte Hefte über das Leben im Wald. „Das Thema Wald behandeln wir im Sachunterricht noch bis über die Herbstferien hinaus“, ergänzte Landwehr.

Dass sich die Schüler schon ein beträchtliches Wissen über die Natur des Waldes angeeignet haben, zeigten sie bei der Aktion der Meller Jäger, die zwei Wochen nach den Waldspielen mit ihrem Infomobil in die Schule gekommen sind. Die Präparate, die Jäger Johannes Westermeyer präsentierte, wurden von den meisten Schülern sofort erkannt. Und auch viele Verhaltensweisen und Nahrungsvorlieben der Tiere waren den Mädchen und Jungen bekannt. Vor allem die lebensecht wirkenden Präparate, deren Felle vorsichtig angefasst werden durften, steigerten dabei das Interesse und die Aufmerksamkeit der Kinder.

Raben mögen Pommes

„Steinmarder knabbern gerne Autokabel an“, wusste Karl-Luis (8). „Eichhörnchen essen Tannenzapfen und Eicheln“, meinte Lisa (8). „Elstern klauen Glitzersachen“, erklärte Engin (9). So brachten die interessierten Drittklässler vieles in den anschaulichen und lebhaften Unterricht ein. Von Jäger Johannes Westermeyer erfuhren sie, das der Eichelhäher als Polizist des Waldes Radau macht, wenn Gefahr naht und dass Raben immer in der Umgebung von Imbissbuden anzutreffen sind, weil sie gerne weggeworfene Pommesreste mögen.

Das weiche Fell des Rehkitzes regte Ayla (8) zum Streicheln an. Foto: Norbert Wiegand

„Wofür sind Jäger da?“, wollte Westermeyer von den Kindern wissen. Die Vermutungen ihrer Mitschüler, „um Wölfe zu schießen“ oder „Fuchsfallen aufzustellen“ konnte Greta (8) ganz im Sinne des Jägers ergänzen: „Jäger schießen hauptsächlich kranke Tiere und Tiere, die sich zu stark vermehren“.



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