2,8 Millionen Euro Kosten Weg frei für das Feuerwehrhaus in Wellingholzhausen

Vorfreude auf das neue Feuerwehrhaus in Wellingholzhausen: Symbolisch schaut die Feuerwehr auf dem Gelände an der Altenmeller Straße schon mal im Keller nach dem Baufortschritt. Foto: Simone GraweVorfreude auf das neue Feuerwehrhaus in Wellingholzhausen: Symbolisch schaut die Feuerwehr auf dem Gelände an der Altenmeller Straße schon mal im Keller nach dem Baufortschritt. Foto: Simone Grawe

Melle. Der Weg für ein neues Feuerwehrhaus in Wellingholzhausen ist geebnet. Nach einem einstimmigen Beschluss im Ortsrat folgte am Montag auch das einstimmige Votum des Feuerwehrausschusses zum Bau des neuen Gebäudes an der Altenmeller Straße.

Wie sehr sich die Feuerwehr auf ihre langersehnte, moderne Einrichtung freut, ist auf der Freifläche am Kreisel Altenmeller Straße/Gausekamp zu erkennen, wo im nächsten Jahr das neue Gebäude errichtet wird: "Wir sehen schon mal im Keller nach" ist auf einem braunen Holzschild zu lesen, während rechts und links davon Puppen  in Feuerwehrkleidung in die Tiefe schauen, um sich nach dem Baufortschritt zu erkundigen.

Tatsächlich ist es bis zum Baubeginn nicht mehr weit, erläuterte Guido Kunze im Beisein zweier Fachplaner vom Büro Brüchner, Hüttemann und Pasch: "Der Startschuss soll im Januar fallen mit dem Ziel, dass wir Ende des Jahres 2020 fertig werden", kündigte der Leiter des städtischen Gebäudemanagements an.

Veranschlagt ist der Neubau mit 2,7 Millionen Euro. Diese Summe werde aller Voraussicht nach aber ein wenig überschritten, was mit Bodenverbesserungen, Auffüllung und Tragfähigkeit begründet sei, äußerte sich Guido Kunze, der somit eine Gesamtsumme von gut 2,8 Millionen Euro für realistisch hält.

Demnach soll auf dem dreieckig ausgelegten Grundstück ein Baukörper entstehen, der sich in zwei Teile gliedert. Die Fahrzeughalle im Erdgeschoss ist für fünf Feuerwehrfahrzeuge ausgelegt, daneben ist eine Werkstatt untergebracht. Auf der unteren Ebene befinden sich ebenso Räume für die Verwaltung, ein Schulungsraum inklusive Küche sowie verschiedene Lagerbereichs- und Technikflächen. Der mit 100 qm großzügig bemessene Lagerbereich im Obergeschoss soll in erster Linie von der Jugendfeuerwehr genutzt werden.

Die Planung der Außenanlagen sieht eine Bepflanzung mit heimischen Gehölzen vor, um nach Worten von Guido Kunze den "ökologischen Aspekt zu wahren". Die Kompensation soll zum Teil auf dem Grundstück selbst erfolgen sowie in Abstimmung mit dem städtischen Umweltamt auf einer externen Fläche, "um mit einem guten Beispiel voranzugehen", betonte Guido Kunze.

Diese Vorbildfunktion soll auch mit Blick auf die Dachgestaltung eine Rolle spielen. Der Ausschuss schloss sich in diesem Punkt einer Anregung von Alfred Reehuis an, der vorgeschlagen hatte, anstatt eines konventionelles Daches eine Dachbegrünung oder eine Photovoltaikanlage zu verlangen: "Als Signal in Richtung Umweltschutz und in Richtung unserer Bürger, denn bei privaten Bauträgern fordern wir dies auch ein", äußerte sich der Sprecher der Grünen. Absolute Sympathie fand dieser Vorschlag auch bei den übrigen Ausschussmitgliedern.

"Ein großer Schritt nach vorn und ein Gewinn für die Feuerwehr und für den gesamten Ort", begrüßte Bernd Gieshoidt (CDU) das Bauvorhaben. Er hob als Pluspunkte die gute Erreichbarkeit vor den Toren Wellings sowie die Nähe zu den Gewerbetrieben hervor. Nachdem bereits der Ortsrat das Projekt einstimmig befürwortet hatte, werde heute ein weiterer Schritt in die Zukunft getan. Der Dank des Wellinger Ortsbürgermeisters galt den Planern, der Verwaltung, der Ortsfeuerwehr und dem Stadtkommando für deren konstruktive Arbeit.

Von einem in die Zukunft gerichtetem Projekt sprach auch Michael Weßler (CDU), der das Bauvorhaben als richtigen Schritt bezeichnete. Hieran zeige sich, dass die Stadt Melle Verantwortung für die Feuerwehr übernimmt: "Wir können froh und dankbar sein, so aktive Wehren zu haben, und ich hoffe, dass in drei bis vier Jahren  alle Feuerwehrhäuser so ausgestattet sind, wie wir sie haben wollen".

Nach der einstimmigen Empfehlung, das Bauvorhaben inklusive Photovoltaikanlage auf den Weg zu bringen, werden sich in der Folge der Ausschuss für Gebäudemanagement und der Rat mit dem Thema befassen.


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