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19.09.2019, 15:44 Uhr KOMMENTAR

Amprion plant in Melle Vermessung auf Privatflächen: Bürger sollten achtsam sein

Ein Kommentar von Simone Grawe


Beim Bau neuer Stromtrassen gibt es viele Befürworter für das Erdkabel, anstatt die Leitung als Freileitung zu verlegen. Symbolbild: dpaBeim Bau neuer Stromtrassen gibt es viele Befürworter für das Erdkabel, anstatt die Leitung als Freileitung zu verlegen. Symbolbild: dpa

Melle. Beim Bau der Höchstspannungsleitung geht Netzbetreiber Amprion in die Offensive. Vermessungen auf privaten Grundstücken sollen beginnen. Die Eigentümer sollten wachsam sein, meint unsere Kommentatorin

Der Bau der geplanten Höchstspannungsleitung erhitzt seit mehreren Jahren die Gemüter in der Region. Dabei driften die Positionen von Netzbetreiber Amprion, der auf weiten Strecken eine Freileitung favorisiert, und die der Bürgerinitiativen, vieler Bürger und der Politik, die vehement für eine Erdverkabelung kämpfen, weit auseinander.

Noch läuft das Raumordnungsverfahren, in dessen Verlauf der endgültige Trassenverlauf festgelegt wird. Ausgang ungewiss. Ungeachtet dessen möchte Amprion schon jetzt Zutritt auf mögliche Grundstücke haben. Soll damit das Verfahren beschleunigt werden?  

Betroffene Grundstückseigentümer sollten achtsam sein. Schon jetzt den Vordruck unterschreiben? Das erscheint angesichts des laufenden Verfahrens verfrüht. Sinnvoll ist demgegenüber der Empfehlung der Bürgerinitiativen, sich mit dem Betreten ihrer Flächen nicht einverstanden zu erklären. 

Das schafft Zeit und bietet der Politik gleichzeitig  mehr Raum, sich für die Belange und den Schutz der Bürger einzusetzen.


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