Gessem 2019: Rundgang am sonnigen Montag Zehntausende Besucher feiern Gesmolder Kirmes

Von Marita Kammeier

Besucheransturm am Montag auf der Gesmolder Kirmes.    Foto: Marita KammeierBesucheransturm am Montag auf der Gesmolder Kirmes. Foto: Marita Kammeier

Melle. Zum traditionellen Empfang mit dem Ortsbürgermeister Michael Weßler kam eine bunte Runde aus Politik, Kirche, Wirtschaft, Finanzen und Vereinen. Der Rundgang über die Kirmes am sonnigen Montag war ein zünftiger Ausklang

Es war ein Festwochenende, wie es schöner nicht hätte sein können, organisiert von Bürgerbüroleiterin Sabine Schlüter und ihrem Team. Das Wetter spielte mit, und so machten sich an drei sonnigen Tagen mehrere zehntausend Besucher auf den Weg, um ausgelassen zu feiern. Die Zählungen des Bürgerbüros basieren auf Aufzeichnungen der Gesmolder Pfadfinder, die für die Parkplätze verantwortlich sind.         

Lustige Runde: Jutta Dettmann, Pastor Thomas Parathattel, Karl-Hugo Thelen sen. und jun. Foto: Marita Kammeier

"Ein Dorf im Ausnahmezustand", so lautete die allgemeine Aussage am Montag nach zwei heißen Tagen. "Gefeiert wird am Samstag und Montag bis 5.30 Uhr. Dann geht es zum Bäcker im Ort, um zu frühstücken", berichteten einige Teilnehmer. Nur am Sonntag gehen alle früher nach Hause. Zwar haben die Kinder schulfrei, die Erwachsenen müssen jedoch pünktlich am Arbeitsplatz erscheinen.

Lange Warteschlagen vor dem wirbelnden Karussel "Big Spin". Foto: Marita Kammeier

Beim traditionellen Empfang in der Gaststätte Kellersmann begrüßte Ortsbürgermeister Michael Weßler die Gäste zur 509. Kirchweih mit den Worten: "Ich wünsche mir, dass wir unser lebendiges Dorf noch lange bewahren. Hier bringt sich jeder ein." Sein besonderer Dank für das gelungene Festwochenende galt dem Organisationsteam sowie der Feuerwehr, Polizei, den Sicherheitskräften und allen weiteren Beteiligten.

"Neue Wege geht die Kirche." Damit meinte Pfarrbeauftragter Michael Göcking sowohl Pastor Thomas Parathattel als auch seine erste weibliche Kollegin in Bad Iburg. Als fragiles System mit harter monatelanger Arbeit des Bürgerbüroteams bezeichnete Bürgermeister Reinhard Scholz die Kirmes.

Beim Rundgang wurde deutlich: Wichtiges Element der drei heißen Tagen waren die 140 Schausteller. Eine magische Anziehungskraft übten die Fahrgeschäfte aus. "Meine zehnjährige Tochter war Dauergast beim 'Big Spin', erzählte ein Vater. Diese Leidenschaft teilte Jutta Dettmann (SPD), die begeistert mit weiteren Teilnehmern das wirbelnde Karussel testete.

Torwandschießen bei Viktoria Gesmold. Foto: Marita Kammeier

Kulinarisches und Sportliches gab es an mehreren Stationen: selbst gebackenen Pickert von den Gesmolder Hausfrauen und den Pfadfindern, süffiges Bier bei der Brauereigesellschaft und Torwandschießen bei Viktoria Gesmold. Auch die Einladung des Weingutes Böttcher zum 25-jähriges Bestehen wurde gern angenommen.

Der Musikexpress zählte zu den Besuchermagneten. Foto: Marita Kammeier

Schausteller Karl-Hugo Thelen jun. schenkte fleißig Kräuterschnaps aus. Das weckte bei vielen in der Runde Erinnerungen an den lebendigen Gottesdienst von Pastor Thomas Parathattel zur Kirchweih: "Prosit heißt in der Übersetzung möge es gelingen." Alle waren sich einig, das sei auf viele Bereiche anzuwenden. Und so wurde auch am Montag noch einmal eine lange Nacht, von der sich die Gesmolder und ihre Besucher in den nächsten Tagen erholen müssen.


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