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13.09.2019, 16:51 Uhr KOMMENTAR

Vorfall mit Flyern an Meller Schulen nicht ignorieren

Ein Kommentar von Kirsten Muck


Kleine Flyer dieser rechten Splitterpartei wurden an drei Meller Schulen gefunden. Foto: Boris Roessler/dpaKleine Flyer dieser rechten Splitterpartei wurden an drei Meller Schulen gefunden. Foto: Boris Roessler/dpa

Melle. An drei Meller Schulen tauchen dubiose Flyer von der Splitterpartei "Die Rechte" auf. Die Schulen haben die Flyer schnell entsorgt, um dem Thema keinen Raum zu geben. Das ist auch richtig. Dennoch sollte der Vorfall thematisiert werden. Ignorieren und totschweigen ist kein gutes Rezept, um radikalen Meinungen Einhalt zu gebieten, meint unsere Kommentatorin.

Auch wenn Demokratieerziehung an den Schulen eine Selbstverständlichkeit ist und täglich in unterschiedlichen Formen gelebt wird, sollten Schulen derartige Vorfälle zumindest zum Anlass nehmen, auf die Gefahren von rechts hinzuweisen. Die Zurückhaltung in der Öffentlichkeit und der Wunsch, dem Vorfall keinen Raum zu geben, sind nachvollziehbar. Aber einige Schüler haben diese Zettel gefunden. Es waren zu viele, um jeden Einzelnen zu entsorgen. Und diese Schüler haben Fragen, vielleicht auch Sorgen. Die sollten ernst genommen und thematisiert werden. Daraus ergibt sich auch die Chance, das Bewusstsein der Schüler für Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Toleranz zu schärfen.


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