Dorothea Schüle stellt Bilder beim Kunstverein in Melle aus Virtuoses Spiel mit Licht und Farbe

Künslterin Dorothea Schüle (Mitte) stellt in den Räumen des Kunstvereins am Engelgarten aus, flankiert vom Barbara Manke, Vorsitzende des Kunstvereins und Hubert Manke, der die Einführung übernahm. Foto: Dieter KrägelohKünslterin Dorothea Schüle (Mitte) stellt in den Räumen des Kunstvereins am Engelgarten aus, flankiert vom Barbara Manke, Vorsitzende des Kunstvereins und Hubert Manke, der die Einführung übernahm. Foto: Dieter Krägeloh

Melle. Zahlreiche Gäste waren anwesend, als Barbara Manke, Vorsitzende des Vereins zur Förderung von Kunst und Kultur in Melle, die Ausstellung „Tagebuch“ der Düsseldorfer Malerin Dorothea Schüle eröffnete.

Zu sehen sind Bilder in unterschiedlichen Formaten, mit Öl- und Eitemperafarben gemalt, die in den Galerieräumen des Kunstvereins am Engelgarten eine faszinierende Atmosphäre hervorrufen.

Unauffällige Alltagsgegenstände, Interieurs, Landschaften, verschwiegene Gartenwinkel, Boote auf einsamen Teichen, Segelschiffe in voller Fahrt, Wolkengebirge über dem Meer werden auf eine Weise präsentiert, die den Betrachter dazu verführt, die im Bild angedeutete Situation in seiner Fantasie weiterzuentwickeln, zu einer Geschichte zu vervollständigen, wie Hubert Manke in seiner Einführung in die Ausstellung hervorhob.

Auch wenn menschliche Gestalten in den Bildern eher am Rande auftauchen, sind sie in gewisser Weise allgegenwärtig: Halb geleerte Gläser, eingedeckte Restauranttische, Sitzgruppen und Mobiliar verweisen auf eine vergangene oder künftige Präsenz von Menschen, Erinnerung an erlebte Situationen, seien es Besuche im Restaurant oder einsame Spaziergänge am Strand oder eine Segeltour, betonte Hubert Manke.

Motive des Alltags

In Anknüpfung an die Tradition der Stillleben in der Malerei arrangiert Dorothea Schüle Motive des Alltags und schafft überraschende Wahrnehmungen von eigentlich unspektakulären Dingen, wie etwa einer Espressomaschine in einer Bar oder eines Eisbechers, einer Rotweinkaraffe oder einer Kaffeetasse. Sie malt gegenständlich, aber ohne fotorealistischen Anspruch. Mit teils energischem Pinselduktus, dann wiederum mit fein getupften Farbflächen entstehen auf diese Weise vielschichtige Bildwelten von großer Lebendigkeit und überraschender Transparenz. Dazu komme die für ihre Malweise charakteristische Verbindung von Öl- und Eitemperafarben, die den Bildern eine faszinierende Leuchtkraft verleihe, unterstrich Hubert Manke.

In ihrem bildhaften „Tagebuch“ lässt die Malerin den Betrachter an der aufmerksamen Weise teilhaben, mit der sie die Welt um sich herum wahrnimmt und künstlerisch verarbeitet.

Die Ausstellung in den Räumen des Kunstvereins am Engelgarten 31 ist bis zum 6. Oktober samstags von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt drei Euro, für Vereinsmitglieder ist der Eintritt frei.


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