Mit Aktion "Heimatshoppen" Meller Einzelhandel will wachrütteln

Mit tollen Aktionen wie hier beim Stadtfest „Fabelhaftes Melle“ im Jahr 2009 sorgen die Meller Einzelhändler immer wieder für eine belebte City. Foto: StadtmarketingMit tollen Aktionen wie hier beim Stadtfest „Fabelhaftes Melle“ im Jahr 2009 sorgen die Meller Einzelhändler immer wieder für eine belebte City. Foto: Stadtmarketing

Melle. Bundesweit ist die Aktion „Heimatshoppen“ angelaufen. Dabei handelt es sich um eine Initiative der Industrie- und Handelskammern (IHK). Die Werbegemeinschaft Melle-City begrüßt die Aktion am kommenden Wochenende ausdrücklich und unterstützt sie aktiv.

Im Kern geht es in Zeiten zunehmenden Online-Handels darum, auf die Bedeutung des örtlichen Einzelhandels aufmerksam zu machen. „Heimatshoppen sensibilisiert die Leute, an die Geschäfte und Händler vor Ort zu denken“, erklärte Raphael Stock als Vorsitzender der Werbegemeinschaft.

Gemeinsam mit Vorstandsmitglied Meik Kuhr verwies er darauf, dass lokale Gewerbetreibende mit ihren Geschäften nämlich unter anderem auch Arbeit und Ausbildung sichern. „Wir stärken über die Gewerbesteuer zudem die Kommunen“, hob Kuhr hervor.

Zusammenhänge sehen

Genau so sieht das auch die IHK in Osnabrück: Die lokalen Händler, Dienstleister und Gastronomen leisteten einen wichtigen Beitrag für mehr Lebensqualität und die Identität der Städte. Mit der Kampagne „Heimatshoppen“ wolle die IHK auf solche Zusammenhänge aufmerksam machen und damit den stationären Handel gezielt stärken.

 „Eine attraktive Innenstadt braucht ein lebendiges Geschäftsleben“, sagte Anke Schweda, IHK-Geschäftsbereichsleiterin für Standortentwicklung, Innovation und Umwelt. Viele Unternehmen engagieren sich nach ihren Worten in Vereinen oder bei Stadtfesten für vitale Innenstädte. Die Händler könnten nun auch die IHK-Kampagne „Heimatshoppen“ nutzen. Durch Informationsflyer, Papiertüten und Rabattcoupons mit tollen Angeboten würden die Kunden auf die Aktion hingewiesen.

„Bei den Kunden wird somit das Bewusstsein dafür geschärft, dass durch den Einkauf vor Ort und den Besuch in der Stadt das eigene Lebensumfeld selbst mitgestaltet wird“, erklärte Anke Schweda.

Erste Aktionen im Kammerbezirk seien bereits erfolgreich gestartet und bildeten somit den Auftakt für die Aktionswochen. In diesem Jahr beteiligen sich nach Angaben der Bereichsleiterin im gesamten IHK-Bezirk rund 40 Geschäftsstraßen, Kommunen und Vereine an der Aktion. 

Gespräche sind wichtig

In Melle werden in den Geschäften spezielle Papiertüten mit dem Aufdruck „Ich bin Heimatshopper“ und außerdem Flyer verteilt. „Die Gespräche mit den Kunden stehen bei uns aber im Vordergrund“, betonte Meik Kuhr. „Wir wollen unseren Kunden verdeutlichen, dass sie mit ihrem Einkauf was Tolles für sich, aber auch für die Geschäfte und deren Mitarbeiter tun.“ So unterstütze der örtliche Handel beispielsweise regelmäßig die Vereine, wenn die Tombola-Preise oder Sponsoren suchten. „Das macht Amazon nicht“, hob Kuhr hervor.Werbung durch Leistung

Eigentlich werbe der Einzehändler ja das ganz Jahr über seine Leistungen für sich. „Aber an diesem Wochenende wollen wir noch einmal wachrütteln“, sagte Kuhr. 


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