Über gelbe Felder Reit- und Fahrverein Buer veranstaltet erste Reitjagd

Von Conny Rutsch

Über die staubigen Felder führte die Reitjagd des Ländlichen Reit-und Fahrvereins Buer. Foto: Conny RutschÜber die staubigen Felder führte die Reitjagd des Ländlichen Reit-und Fahrvereins Buer. Foto: Conny Rutsch

Buer. Über die befohlene „Marscherleichterung“ freuten sich die fast 40 Reiter der ersten Reitjagd im Grönegau rund um Buer. Damit hatte Hermann-Josef Modex, erster Vorsitzender des Schleppjagdvereins Beagle Meute Münsterland und Mitreiter der Equitage dem wohl letzten heißen Tag des Jahres Tribut gezollt.

So entledigten sich die Reiter am Samstag ihrer Jacketts, krempelten die Ärmel auf und machten sich auf ihren Ritt über gelbe Felder und durch schattige Waldstücke.  

Drei Reiterfelder

Drei Reiterfelder kündigte der Vorsitzende des ausrichtenden Ländlichen Reit- und Fahrvereins (RuF) Buer, Hermann Niermann, an. Er selbst führte gemeinsam mit Frank Meyer zu Reckendorf das zweite Feld an. Das erste machte sich unter Leitung von Peter Sobotta und Lena Giese auf den Weg, und vor dem dritten Feld ritten Monika Fiegert und Peter Kröger. Die Lumpensammlerinnen Maike Radke und Jessica Schmidt bildeten den Schluss der Reiterschar.

Mit 32 Hunden war die Beagle Meute Münsterland nach Buer angereist. Foto: Conny Rutsch

16 Koppeln ihrer Beagle hatte die Beagle Meute Münsterland mitgebracht. Und so folgten 32 der bunten Jagdhunde der Schleppe aus einer wässrigen Menthollösung. „Diese Reitjagdhunde müssen alle zwei Jahre eine Betriebssicherheitsprüfung ablegen“, erklärte Hermann-Josef Modex. Sie müssen wild- und fremdhundefest sein, dürfen also von der gelegten Spur nicht etwa der eines Hasen folgen und sich nicht mit einem mitgeführten Besucherhund anlegen.

Zwischenhalali

Bei einem Mix aus Sonnenschein und Wolken, aber großer Hitze ging das reiterische Treiben vom Hof Backhaus los und führte zum Zwischenhalali auf den Hof Niermann in Barkhausen. „Hier hatten Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Buer eine Überraschung für die Pferde“, erzählte Sabine Auf der Masch vom RuF nach der Jagd. Die Pferde erhielten eine erfrischende Dusche aus Wasserschläuchen, und auch die Hunde fanden die riesigen Wasserbottiche sofort.

Eine Dusche für die Pferde spendierten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Buer beim Zwischenhalali auf dem Hof Niermann. Foto: Auf der Masch

Musikalisch wurden die Reiter von den Meesdorfer Fuchsbläsern und einem erweiterten Korps von Trompe-de-Chassebläsern begleitet. Zusätzlich zu den vier Bläsern der Bläsergruppe „Les Trompes des Quatre-Vents“, die die Bueraner Reitjagd seit vielen Jahren begleiten, fanden sich fünf Gastbläser der „Rallye Trompes de la Bruyére“ aus Verden an der Aller ein. Zu neunt ließen sie die französischen Hörner erklingen, die für ihren ganz speziellen Klang viermal gewickelt sind und so auf eine Länge von viereinhalb Metern kommen, das entspricht etwa der Länge eines Alphorns.

Am späten Nachmittag dann traf die Reiterschar wieder am Ausgangspunkt ein. Nach dem Versorgen der Pferde, dem Curré für die Hunde und einer Verschnaufspause, trafen sich Reiter und Gäste dann auf dem Hof zum traditionellen Stiefelball, der bis in die frühen Morgenstunden andauerte.


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