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In Spiellaune gebracht Hitze: Missstimmung bei Musikinstrumenten – Stephan Lutermann begeisterte mit fantastischem Vortrag auf der Orgel

Von Dr. Stephanie Uhlhorn

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<em>Stücke</em> zum Thema „Präludium und Fuge“ spielte Stephan Lutermann an der Christian-Vater-Orgel in St. Matthäus.

            

              Foto: Stephanie UhlhornStücke zum Thema „Präludium und Fuge“ spielte Stephan Lutermann an der Christian-Vater-Orgel in St. Matthäus. Foto: Stephanie Uhlhorn

Melle. Gestartet sind die sommerlichen Orgelkonzerte von St. Petri und St. Matthäus mit einem Wandelkonzert. Der erste Teil fand in der St.-Petri-Kirche statt, während des Übergangs zur St.-Mattäus-Kirche spielte das Glockenspiel am Rathaus.

Die Vater- und die Klausing-Orgel hatten Probleme mit den hochsommerlichen Außentemperaturen. „Sie mussten heute Nachmittag noch einmal gestimmt werden, damit sie jetzt auch die richtige Atmosphäre verbreiten können“, das erklärte Kantor Andreas Opp zu Beginn des Konzertes. So gut vorbereitet konnte Stephan Lutermann, der Organist des Abends, Stücke zum Thema „Präludium und Fuge“ darbieten.

Er hatte als erstes Stück das „Praeludium in e“ von Nikolaus Bruhns ausgewählt, das aus dem „Stylus fantasticus“ stammt. Dieser Stil ist besonders, weil er sich wie improvisiert gespielt anhört. Nach Werken von Georg Böhm und Johann Gottfried Walther erklang zum Abschluss des ersten Teils die „Dorische Toccata“ von Johann Sebastian Bach. Die zugehörige Fuge spielte Stephan Lutermann dann erst in der St.-Matthäus-Kirche und schaffte auf diese Weise eine Verbindung zum zweiten Teil und zwischen beiden Kirchen.

Während die zahlreichen Besucher zur St.-Matthäus-Kirche überwechselten, spielte Gerd Kruse das Glockenspiel am Rathaus. Er überzeugte die Zuhörer mit Werken von Telemann bis hin zu Elgars „Pomp and circumstances“.

Kantor Andreas Opp hatte zu Anfang des Konzertes darauf hingewiesen, dass die Glocken am schönsten klingen, wenn man sie sehen kann. Folglich verteilten sich die Hörer rund um das Rathaus.

Für den zweiten Teil hatte Stephan Lutermann ähnliche Stücke ausgewählt wie für die St.-Petri-Kirche. Die Besucher sollten die Möglichkeit bekommen, beide Orgeln miteinander vergleichen zu können.

So erklangen neben Bach auch noch einmal Böhm und Bruhns, dessen „Präludium in G“ den hervorragenden Abschluss des Abends bildete.

Stephan Lutermann begeisterte die Zuhörer mit seinem virtuosen Spiel. Nur wenige kamen nicht mehr zum zweiten Teil. Das Publikum verabschiedete den Organisten mit stehenden Ovationen und bedankte sich für ein durchweg gelungenes Konzert.


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