Veranstaltung am 8. September Denkmal-Tag nach Melle geholt

Im Temme-Gebäude an der Gesmolder Straße in Melle  geht es nicht mehr um Maschinenbau, sondern um Gesundheit.
Foto: Christoph FrankenIm Temme-Gebäude an der Gesmolder Straße in Melle geht es nicht mehr um Maschinenbau, sondern um Gesundheit. Foto: Christoph Franken

Melle. Am Sonntag, 8. September, ist es soweit: Tausende Denkmale öffnen deutschlandweit ihre Türen und laden ein, sonst Verschlossenes oder Unbekanntes neu zu entdecken. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die den Aktionstag bundesweit koordiniert, freut sich, dass die zentrale Veranstaltung für den Landkreis Osnabrück in Melle stattfindet.

Jürgen Krämer, Vorstandsmitglied im Heimatbund Osnabrücker Land und Iris Schriever von der städtischen Tourist-Info haben sofort zugegriffen, als sich abzeichnete, dass die ursprünglich in Hilter geplante zentrale Veranstaltung dort wegen Terminschwierigkeiten nicht stattfinden konnte. „Bis dahin hatten wir zwar schon erste Ideen für die Teilnahme am 8. September entwickelt, aber als dann das Aus für Hilter kam, haben wir die Chance für Melle genutzt und sofort zugegriffen“, erklärte Krämer.

Die Veranstaltung am 8. September in der Stadtbibliothek an der Weststraße 2 wird um 11 Uhr vom Vorsitzenden des Heimatbundes Jürgen-Eberhard Niewedde eröffnet.

Mit Festvortrag

Im Mittelpunkt steht ein Vortrag, den Thomas Ruff als Vorstandsvorsitzender der Volksbank Bad Laer-Borgloh-Hilter-Melle hält. Die Bank ist in Melle in einem ehemaligen Fabruikgebäude untergebracht. Dementsprechend spricht Ruff, zum Thema „Modernes Banking im denkmalgeschützten (Fabrik-)Gebäude“. Abgerundet wird das Programm durch Grußworte der Gäste sowie durch ein Schlusswort des Vorsitzenden des Kreisheimatbundes Bersenbrück, Franz Buitmann.

Im Anschluss an den offiziellen Teil laden die Veranstalter zu zwei Begehungen mit dem Meller Stadtführer Bernd Meyer ein, die um 12 und um 14.30 Uhr vor dem historischen Rathaus am Markt beginnen. Angesteuert werden dabei Gebäudekomplexe, die das Motto des Aktionstages „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ widerspiegeln.

Jetzt Prothesenwerkstatt

 Es handelt sich dabei um die frühere Maschinenfabrik Temme an der Gesmolder Straße, deren Gebäude heute von einem Sanitätshaus samt Prothesenwerkstatt genutzt wird. Es folgen das Volksbank-Gebäude am Starcke-Carree und das frühere Torbogenhaus des Unternehmens Starcke. Außerdem wird das historische Fachwerkhaus „Alte Posthalterei“ an der Haferstraße angesteuert. „Diese Führungen sind sehr lebendig gestaltet und binden die Geschichte der Stadt mit ein“, erläuterte Iris Schriever.

„Die genannten Objekte stehen stellvertretend für weitere Gebäudekomplexe im Grönegau, die sich im übertragenen Sinn durch Umbrüche auszeichnen und deutlich werden lassen, dass durch Wandel auch etwas Positives und Zukunftsfähiges entwickelt werden kann“, erklärte Krämer.

Auf die Frage, warum der „Tag des Denkmals“ nicht beim städtischen Denkmalpfleger, sondern bei der Tourist-Info aufgehängt sei, antwortetet Iris Schriever: „Das ist schon vor Jahren zu uns rübergewandert und wir kümmern uns gerne darum.“

Anmeldungen zu den Führungen nimmt Iris Schriever, im Rathaus am Markt entgegen: Telefon 05422/965-311, E-Mail i.schriever@stadt-melle.de

Ein Schmuckstück: die Alte Posthalterei in Melle. Das historische Fachwerkgebäude in der Haferstraße wird für Kunstausstellungen und Lesungen genutzt. Foto: Christoph Franken


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