Neues Thema für Feuerwehren Akku-Brände in Melle im Blick

Die hohen Temperaturen des brennenden Akkus setzten diesen Keller in Herford in Brand. Foto: Feuerwehr HerfordDie hohen Temperaturen des brennenden Akkus setzten diesen Keller in Herford in Brand. Foto: Feuerwehr Herford

Melle. „Das wird sicherlich ein Thema sein, mit dem wir uns verstärkt beschäftigen müssen.“ Mit diesen Worten nahm am Mittwoch der Sprecher der Meller Feuerwehr, Martin Dove, Stellung zu einer neuen Gefahr: Brände von Fahrrad-Akkus.

Da die Elektromobilität auch im Meller Stadtgebiet auf dem Vormarsch ist, steigt damit automatisch die Gefahr von Zwischenfällen mit solchen Lithium-Ionen-Akkus beim Laden. Zwar besitzen sie einen Überhitzungsschutz, aber der funktioniert offenbar nicht immer, wie jüngste Zwischenfälle zeigen. Die Gefahr ist gerade jetzt im Sommer besonders hoch, wenn bei hohen Temperaturen und möglicherweise auch noch in praller Sonne geladen wird. Dann kann sich ein Akku entzünden und sogar explodieren. 

Erster Vorfall in Herford

Noch hat es keinen solchen Vorfall in Melle gegeben, aber erste Meldungen über solche von Akkus ausgelösten Bränden gibt es in der Region bereits. So musste die Feuerwehr in Herford vor wenigen Tagen zu einem Kellerbrand ausrücken, den ein Fahrrad-Akku, der am Ladekabel hing, ausgelöst hatte.

Dove verwies darauf, dass solche Akkus über einen hohen Energiegehalt auf kleinstem Raum verfügen. „Daher sollte man Akkus beim Laden nicht unbeaufsichtigt lassen“, rät der erfahrene Feuerwehrmann. Außerdem sollte der Ladevorgang nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen erfolgen. Auch das Lagern von Akkus in einer solchen Umgebung sei nicht ratsam. 


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