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31.07.2019, 15:17 Uhr KRITIK AN NETZBETREIBER AMPRION WÄCHST

Mehr Druck verspricht mehr Erfolg

Ein Kommentar von Simone Grawe


Keine Freileitung, sondern Erdverkabelung: Diese Forderung wird in der Region immer lauter. Symbolbild: dpaKeine Freileitung, sondern Erdverkabelung: Diese Forderung wird in der Region immer lauter. Symbolbild: dpa

Melle. CDU und SPD wollen auf Landesebene den Druck auf Netzbetreiber Amprion beim Ausbau der Höchstspannungsleitung erhöhen. Sie fordern eine Erdverkabelung. Darüber berät demnächst der Landtag. Mehr Druck erhöht die Erfolgsaussichten, meint unsere Kommentatorin.

Die Forderung nach einer Erdverkabelung erhält weiter Rückenwind. Gemeinsam wollen CDU und SPD den Druck auf Netzbetreiber Amprion erhöhen, damit beim Ausbau der Höchstspannungsleitung das Kabel in die Erde gelegt anstatt als Freileitung geführt wird. Mit dem gemeinsamen Antrag befinden sich die Koalitionspartner auf gleicher Wellenlänge wie die Bürgerinitiativen, Landkreis und Kommunen entlang der Trasse.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind geschaffen; der Pilotcharakter ist fest verankert, und eine innovative Verlegetechnik steht in den Startlöchern. Einzig der Netzbetreiber bleibt stur und blockiert das umweltschonende Verfahren.

Landes- und Bundespolitik sind gefordert, den gestrigen Plänen von Amprion eine Abfuhr zu erteilen und die Weichen zugunsten der innovativen Technologie zu stellen. Mit der gemeinsamen Marschrichtung von Schwarz und Rot ist ein viel versprechender Anfang gemacht, denn: "Es gibt kein Argument, das Erdkabel nicht zu verlegen", sagt Gerda Hövel. Recht hat sie.


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