Erste Planungsaufträge vergeben Neue Mitte Nord: Meller Büro erhält Zuschlag für ersten Bauabschnitt

Noch liegen die Flächen brach: Im Sanierungsgebiet "Neue Mitte Nord" sollen die Bauarbeiten an der Buerschen Straße beginnen. Foto: Simone GraweNoch liegen die Flächen brach: Im Sanierungsgebiet "Neue Mitte Nord" sollen die Bauarbeiten an der Buerschen Straße beginnen. Foto: Simone Grawe

Melle. Die Planungen für das Sanierungsgebiet "Neue Mitte Nord" gehen in die nächste Phase: So hat das Architekturbüro Eleks & Wilmes den Auftrag zur Umsetzung des ersten Baufelds erhalten. Damit werden das Jugendzentrum und die damit verbundenen Wohnungen im Bereich der Buerschen Straße nach den Entwürfen von Architekten aus Melle realisiert.

"Wir freuen uns, dass das erste Baufeld nach den Plänen eines Meller Büros umgesetzt wird", erklärte Isabel Eimertenbrink, Projektleiterin für die "Neue Mitte Nord" bei der federführenden Wohnungsbau Grönegau (WBG). Das Meller Büro erhält nun den Planungsauftrag für die Objektplanung, die unmittelbar nach den Sommerferien in Angriff genommen werden sollen.

Baubeginn im nächsten Jahr

Die Entwurfsplanungen für diesen Bereich sollen bis Ende des Jahres fertig sein, so dass Anfang des Jahres der Bauantrag gestellt werden könnte. Baubeginn könnte Mitte 2020 sein, so dass das Jugendzentrum und die Wohnungen im Umfeld bis Ende 2021 bezugsfertig sein werden.

Drei Architekturbüros waren im Vorfeld von der  (WBG) zur Abgabe eines Angebots gebeten worden. Dabei handelt es sich um die berechtigten Preisträger, die aus dem in diesem Zusammenhang ausgelobten Architektenwettbewerb als Preisträger hervorgegangen waren: "Der dritte Preisträger, das Büro Weis & Volkmann Architekten aus Berlin, hatte von vornherein abgesagt und kein Angebot abgegeben", erklärte Isabel Eimertenbrink. Gewundert habe sich die WBG allerdings, dass auch der erste Preisträger, das Architekturbüro Wannenmacher und Möller aus Bielefeld im vorgeschalteten schriftlichen Verfahren kein Angebot unterbreitet hatte.

Nur ein Angebot

"Das ist sehr ungewöhnlich, zumal das Wettbewerbsergebnis aus dem städtebaulichen Realisierungswettbewerb bereits zu 50 Prozent in die Wertung einfließt und damit sehr gute Chancen bestanden hätten, dass eben dieses Büro auch den Zuschlag erhält", ergänzte WBG-Geschäftsführer Dirk Hensiek: "Der Hintergrund ist leider ein bitterer Fehler im Haus Wannenmacher".

Dass das Bielefelder Büro sich nicht an dem ausgeschriebenen Wettbewerb beteiligt hat, ist mit einem Kommunikationsproblem innerhalb des Hauses begründet. So ist die Kommunikation in dem Vergabeverfahren gesetzlich geregelt und soll auf elektronischem Wege erfolgen. Entsprechend hat eine Rechtsanwaltskanzlei aus Münster die Aufforderung per E-Mail versandt, allerdings wurde sie vom Sekretariat im Haus Wannenmacher versehentlich nicht an die Architekten weitergeleitet, so dass diese nicht von der Ausschreibung erfahren haben.

Bedauerliche Panne

In einem Gespräch mit dem Meller Kreisblatt bestätigte Andreas Wannenmacher diese Panne: "Wir hätten uns am weiteren Verfahren sehr wohl beteiligt. Bedauerlicherweise hat uns aber die E-Mail nicht erreicht". Das Büro habe daraufhin durch einen IT-Fachmann überprüfen lassen, ob die E-Mail das Haus überhaupt erreicht habe, das sei aber der Fall gewesen. Sie sei innerhalb des Hauses nicht weitergeleitet worden.

"Es ist nicht so, dass wir nicht interessiert sind, ganz im Gegenteil, wahrscheinlich hätten wir auch den Zuschlag bekommen", betonte Andreas Wannenmacher und kündigte gleichzeitig an, sich am weiteren Verfahren zu beteiligen.

Gesamtplanung noch offen

Die jetzt getroffene Entscheidung umfasst die Vergabe der Hochbauplanung direkt an der Buerschen Straße für das Jugendzentrum und die damit verbundenen Wohnungen. Die Entscheidung, welches Konzept für die Gesamtplanung der Neuen Mitte Nord umgesetzt wird, steht noch aus.

Auf dem rund 7,5 Hektar großen Areal zwischen Buerscher Straße, Oststraße, Bruchstraße und Mühlenstraße sollen rund 150 Wohneinheiten für die breite Schicht und alle Generationen entstehen. „Attraktiv und bezahlbar“ lautet das Credo der Stadt.

Der Bogen spannt sich dabei von Eigentumswohnungen und Reihenhäuser über Mietwohnungen und Sozialwohnungen bis hin zu altersgerechtem Wohnraum. Auch das Jugendzentrum ist in das Quartier integriert.


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